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Augustinum tritt Frankfurter Erklärung bei

Weitere Unterstützung für die Initiative zum Erhalt von Kooperationen in der ambulanten Pflege.

Unterhaching/München, 20. Juli 2018. – Die Initiative aus namhaften Trägern der Senioren- und Behindertenhilfe, die sich gegen die aktuelle Praxis der Kassen wehrt, Kooperationen in der ambulanten Pflege zu verhindern, hat jetzt weitere prominente Unterstützung gefunden: Das Augustinum, der größte Träger von Seniorenwohnstiften in Deutschland, hat nunmehr offiziell die Frankfurter Erklärung der Initiative in München mitunterzeichnet. Zusammen mit KWA Kuratorium Wohnen im Alter machen jetzt die deutschen Wohnstiftbetreiber Front gegen die Haltung der Kassen und weisen auf die dringende Notwendigkeit von Kooperationen in der ambulanten Pflege und Begleitung hin. Sie verweisen dabei auch auf die jüngste Forderung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der erst am 18. Juli eine Entlastung der Pflegekräfte ebengerade durch die Kooperation mit professionellen Betreuungsdiensten thematisierte. 

Die Kassen sehen dies offen sichtlich noch anders, denn derzeit werden in Hessen Kooperationen zwischen ambulanten Pflegediensten und Assistenz- und Hauswirtschaftsdiensten in Frage gestellt: Verträge werden von den Kassen nicht mehr zugelassen, gekündigt oder nur noch im Bestandsschutz geduldet.

„Im Interesse der Menschen, die auf eine qualifizierte Pflege und Betreuung angewiesen sind, unterstützen wir die Frankfurter Erklärung“, sagte Augustinum-Geschäftsführer Dr. Johannes Rückert bei der Unterzeichnung. „Die Kooperation zwischen Pflege und Begleitung ermöglicht in vielen Fällen erst eine gute und auch effektive Versorgung.“

Die Initiatoren der Frankfurter Erklärung machen daher darauf aufmerksam, dass schon lange eine Fülle von sehr erfolgreichen Kooperationen existiert, wenn es um die Begleitung und Unterstützung von Menschen, die auf Pflege angewiesen sind, geht. Ungezählt seien die gut funktionierenden Vereinbarungen zum Beispiel in Wohnstiften, in Wohngruppen, in der Behindertenhilfe; aber auch die Zusammenarbeit von Wohnungsbauunternehmen mit Hauswirtschafts- und Assistenzdiensten und Pflegediensten sind vieler Orten erfolgreich. 

„Und auf dem flachen Land wäre schon längst Land unter, wenn nicht Pflegedienste zusammen mit Nachbarschaftsvereinen und freiwillig Engagierten Tag für Tag die Versorgung älterer Mitbürger sicherstellen würden. Auch bei den aktuellen Diskussionen um die Strategien, die pflegerische Versorgung in Deutschland – angesichts von Mitarbeitermangel und gleichzeitiger Zunahme von Personen mit Hilfebedarf – zu sichern, werden Kooperationen, Netzwerke, sogenannte hybride Versorgungsformen und lokale, kommunale Strukturen als die passenden Lösungen präsentiert. Keine politische Verlautbarung kommt ohne diese Schlagworte aus“, heißt es in der Erklärung der Unterzeichner der Frankfurter Erklärung.
 

Frankfurter Erklärung zur Kooperation in der häuslichen Pflege.

 


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