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Ins Kaffeehaus

Bei einem "Kaffeehauskonzert" im KWA Stift am Parksee ging es auf eine musikalische Reise zu den Kaffeehäusern dieser Welt - nach Wien, Budapest, Paris und Buenos Aires.

Unterhaching, im Juli 2018. - "Darf es ein Achtel Roter sein? Oder hätten Sie vielleicht doch lieber einen kleinen Braunen?" Der Festsaal im KWA Stift am Parksee verströmte an diesem lauen Sommernachmittag echte Wiener Kaffeehausatmosphäre. Florian Sonnleitner (Violine), Heinrich Klug (Violoncello) und Maria Reiter (Akkordeon) haben, wie sie selber sagen, eine "Schwäche für das Kaffeehaus".

Dementsprechend waren die Instrumentenkoffer randvoll gepackt mit musikalischen Kleinoden. Aber nicht nur nach Wien, sondern auch nach Budapest, Paris und Buenos Aires entführten die drei Instrumentalvirtuosen ihre Gäste im vollbesetzten Saal. Stiftsdirektorin Alexandra Kurka-Wöbking begrüßte Bewohner und Gäste gewohnt herzlich und dankte Bewohner Dr. Hans Rehme. Dessen Engagement hatte dieses außergewöhnliche Konzert ermöglicht.

Reiter, Klug und Sonnleitner sind echte musikalische Schwergewichte. Deren Zusammenspiel von einer grazilen Leichtigkeit und Luftigkeit geprägt ist, die ein derart besetztes kammermusikalisches Trio nur selten erreicht. Maria Reiter spielt als Konzertakkordeonistin auf internationalen Festivals. Heinrich Klug war langjähriger Solo-Cellist der Münchner Philharmoniker und Florian Sonnleitner prägte über Jahrzehnte als Erster koordinierter Konzertmeister das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. 

Ausgangspunkt der kammermusikalischen Reise war die Blütezeit der Wiener Kaffeehäuser zur Gründerzeit, aus der bekannte Werke aus der Strauß-Dynastie erklangen. Fritz Kreislers Alt-Wiener Charakterstücke "Liebesleid" und "Liebesfreud" fehlten ebenso wenig wie einer der "Ungarischen Tänze" aus der Feder von Johannes Brahms. Sonnleitner brillierte als "Zigeuerprimas", Reiter zauberte auf ihrem Akkordeon Pariser Musettemusik, präsentierte Astor Piazollas feinnervige Kaffeehauseinblicke in "Café 1930" und Klug strich Saties melancholisches "Je te veux" mit der passenden Portion Verspieltheit. 

Nach dem lang anhaltenden Schlussapplaus genossen Bewohner, Gäste und Musiker gemeinsam auf der Terrasse des Stifts erfrischende Mojitos und Pina Coladas. Es muss ja nicht immer ein kleiner Brauner sein.


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