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50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
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Reges Interesse an der Unterhachinger Lesenacht 2018

In guter Tradition öffnete KWA Kuratorium Wohnen im Alter auch dieses Jahr die Cafeteria der Hauptverwaltung für Autoren und Gäste. Sandra Hoffmann, Olga Mannheimer und Su Turhan stellten ihre aktuellen Werke vor.

Unterhaching, 28. April 2018. – Die von der Buchhandlung Helming & Heuser organisierte Unterhachinger Lesenacht hat inzwischen eine feste Fangemeinde - darunter auch KWA-Mitarbeiter. Dort wo sie sonst in ihrer Mittagspause mit Kollegen plaudern, gab es zu abendlicher Stunde Literatur. Die Symbiose von Buch und Autor in persona lässt den Geist ganz besonders spüren, der das Buch trägt. Und so lauschten die Gäste aufmerksam dem, was vorgelesen wurde - und auch dem, wie vorgelesen wurde.

Sandra Hoffmann las vor aus ihrem Buch: "Paula"

Als Paula stirbt, nimmt sie ein Geheimnis mit ins Grab. Ihre Tochter und ihre Enkelin werden nie erfahren, wer ihr Vater, wer ihr Großvater war. Mit Courage und Zärtlichkeit erzählt Sandra Hoffmann das Leben ihrer Großmutter Paula – sie setzt der Macht des Schweigens die Kraft der Sprache entgegen.

Sie stand unter dem besonderen Schutz ihrer Großmutter Paula. Wenn nachts die Angst kam, kroch sie zu ihr ins Bett. Doch hätte es diese Angst ohne die Großmutter überhaupt gegeben? Sandra Hoffmanns Memoir Paula liest sich wie ein Familienroman. Mit Aufrichtigkeit und großer Einfühlung erschließt sie das Leben dieser Frau, die ihr erdrückend nahe war und von der sie so wenig weiß. Einer Frau, die einmal glücklich gewesen sein muss, deren junger Bräutigam im Krieg stirbt. Einer Frau, die irgendwann aus Angst und Scham zu schweigen beginnt, nie preisgibt, von welchem Mann das Kind stammt, das sie alleine großzieht, bis der Schutzraum des Schweigens zum Gefängnis wird, in dem Liebe und Empathie verkümmern.

Ungeheuer eindrücklich erzählt Sandra Hoffmann in diesem intimen literarischen Text, wie Schutz in Kontrolle umschlägt, Zuneigung in Wut, wie es gelingt, sich zu befreien und dabei Liebe zuzulassen.

Sandra Hoffmann, 1967 geboren, lebt als freie Schriftstellerin in München. Sie arbeitet für das Literaturhaus, unterrichtet kreatives Schreiben und schreibt für das Radio. Für ihren letzten Roman „Was ihm fehlen wird, wenn er tot ist“ (2012) erhielt sie den Thaddäus-Troll-Preis.

Olga Mannheimer stellte vor: "Blau Weiß Rot - Frankreich erzählt" 

Vive la France – aber: wie lebt es sich denn eigentlich heute in Frankreich? Was bedeutet es, ein Franzose zu sein? Reicht es, Baguette zu essen, Rotwein zu trinken und die Trikolore zu schwenken? Was hoffen die Franzosen, was fürchten sie, was sehnen sie herbei, was lieben sie?

Blau, Weiß, Rot ist eine literarische Anthologie, die einen Einblick gibt in die Seele Frankreichs, in das Leben heute – unterhaltsam, fundiert und vielseitig. Mit Erzählungen, Gedichten, Karikaturen, Chansons, Comics, mit mehrheitlich ganz aktuellen Texten, denen aber auch klassische gegenüberstehen – um Tradition und Veränderung des Esprit français erlebbar zu machen. Ein Blick auf unseren großen Nachbarn in Blau, Weiß, Rot – und vielen anderen, überraschenden Farben.

Mit Originalbeiträgen von Michel Houellbecq, Catherine Millet, Cécile Wajsbrot und Michel Wieviorka sowie mit Beiträgen von Roland Barthes, J.M.G. Le Clézio, Édouard Louis, Muriel Barbery, Shumona Sinha, Wolinski, Renaud und vielen anderen.Ein außergewöhnliches Lesebuch, das vielfältige Einblicke in unser Nachbarland gibt.

Olga Mannheimer wurde 1959 in Warschau geboren als Tochter eines Lemberger Juden und einer Kosakin, beide Gulag-Überlebende. 1969 Emigration nach Frankreich und jüdisches Internat. Seit 1972 lebt Olga Mannheimer in München, studierte Romanistik und Slawistik und arbeitete als Dolmetscherin, Übersetzerin und Lektorin. Heute ist sie tätig als Journalistin, interkulturelle Trainerin, Literaturkritikerin und freie Autorin. Veröffentlichung mehrerer Anthologien, darunter „Träume sind frei“ und „Frauen in Polen“.

Su Turhan sorgte für Spannung mit: "Mordslust pur - Ein neuer Fall für Kommissar Pascha"

Ein schrecklicher Anblick bietet sich Kommissar Demirbilek und seinem Migra-Team, als die Leiche eines Mannes in der Nähe der Münchner Erotikmesse entdeckt wird. Da sich weder Papiere noch Wertsachen finden, vermuten sie zunächst einen Raubmord. Doch Faserspuren an den Handgelenken des Opfers weisen darauf hin, dass der Mann vor seinem Tod gefesselt wurde – und zwar mit einem speziell gefertigten Bondageseil. Sofort nehmen sie die Ermittlungen auf der Erotikmesse, wo mehr Schein als Sein herrscht, und im Umfeld auf. Auch im Privatleben stochert Zeki zunächst im Nebel. Albträume suchen ihn heim, er befürchtet Schlimmes. Was er jedoch nicht ahnt: Tatsächlich schwebt einer seiner Liebsten in höchster Lebensgefahr!

1968 verschlägt es den in Istanbul geborenen Su Turhan von der Bosporusmetropole ins niederbayerische Straubing. Nach dem Studium der Neuen Deutschen Literaturwissenschaft an der LMU München beginnt er Drehbücher zu schreiben und arbeitet als Regisseur, unter anderem für sein Liebesdrama „Ayla“, das intern-ationale Publikumspreise erhielt. Mit „Kommissar Pascha: Ein Fall für Zeki Demirbilek“ gab Turhan sein Debüt als Kriminalautor. Er lebt mit seiner Familie in München. 

 

Alle drei Bücher können Sie in Ihrer Lieblingsbuchhandlung mit folgenden Angaben bestellen:

Gebunden: 160 Seiten
Verlag: Hanser Berlin; Auflage: 3 (21. August 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3446256828
Größe: 13,3 x 1,7 x 21,2 cm

Broschiert: 352 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (9. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423261524
Größe: 13,4 x 3,2 x 20,8 cm
Broschiert: 336 Seiten
Verlag: Piper Paperback (1. März 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3492060851
Größe: 13,7 x 3,2 x 20,3 cm

Viel Vergnügen beim Lesen.

 


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