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Ein neuer „Weißer Engel“: Renate Wiesent

Die Münchnerin engagiert sich unter anderem im KWA Luise-Kiesselbach-Haus in Riem für Bewohner und bei der Alzheimer Gesellschaft München im Vorstand.

München, 11. April 2018. – Die Auszeichnung "Weißer Engel" wird an beispielgebende Personen verliehen, die sich langjährig und regelmäßig im Gesundheits- oder Pflegebereich ehrenamtlich engagiert haben. Im Bereich der Pflege verleiht das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege die Auszeichnung „Weißer Engel“ insbesondere an Personen, die sich durch vorbildhafte häusliche Pflege verdient gemacht haben. Das ist bei Renate Wiesent der Fall. Sie hat sich über mehrere Jahre hinweg um ihren Ehemann gekümmert, der schon im mittleren Alter die Diagnose Demenz bekam. 

„Wir wollen auch Menschen auszeichnen, die in der Familie Verantwortung übernommen haben. Es ist nicht selbstverständlich, was Sie geleistet haben“, würdigte Staatsministerin Melanie Huml das Engagement von Renate Wiesent. „Mit Kämpfergeist und Kreativität haben Sie es immer wieder geschafft, sich auf neue Situationen einzustellen und neue Lösungen zu finden.“ Als das Fahrradfahren vom Mann allein nicht mehr zu bewältigen war, schaffte Renate Wiesent beispielsweise ein Tandem an. 

Wie schwer die Zeit war, deutet ein Bericht an, den Renate Wiesent vor zwei Jahren im Rahmen einer Rede veröffentlicht hat. Als die Situation in der häuslichen Umgebung trotz Haushaltshilfe nicht mehr zu bewältigen und sie am Ende ihrer Kräfte war, suchte sie nach einem Pflegeplatz und fand im KWA Luise-Kiesselbach-Haus ein neues Zuhause für ihren Mann – für sie selbst wurde es ein zweites Zuhause. Sie besuchte ihren Mann fast täglich, unterstützte beim Essen, war auch dabei, als er gepflegt wurde. „Ich wollte ein Gespür kriegen für das, was im Pfegestift geleistet wird“, sagt sie. Dass sie einen Hausschlüssel hatte und jederzeit zu ihrem Mann konnte, beruhigte sie ungemein. 

Renate Wiesents Mann ist inzwischen verstorben, doch sie geht immer noch gerne ins Luise-Kiesselbach-Haus. Sie betreut jetzt eine Bewohnerin, die von Demenz betroffen ist, macht außerdem Besuchsdienst. Auch bei der Alzheimer Gesellschaft München engagiert sie sich und bringt dort ihre persönlichen Erfahrungen ein – seit drei Jahren als Vorstandsmitglied. Auch das macht sie zum „Weißen Engel“.

Die Ministerin zeichnete im Rahmen einer Feierstunde noch acht andere Personen aus Oberbayern als „Weiße Engel“ aus. Maximal 10 Personen pro Regierungsbezirk und Jahr erfahren diese besondere Würdigung.

Zum Bericht von Renate Wiesent über ihre Erfahrungen als Angehörige. 


Impressionen von der Preisverleihung - ein Klick vergrößert das jeweilige Bild:

Renate Wiesent (links) mit Bewohnerin und Mitarbeiterin des KWA Luise-Kiesselbach-Hauses und Peter Sprenger von der Alzheimer Gesellschaft MünchenRenate Wiesent, mit der Ehrennadel Weißer Engel am ReversRenate Wiesent (links) mit Bewohnerin und Mitarbeiterin des KWA Luise-Kiesselbach-Hauses



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