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50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
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Gemeinsam, vernetzt, interdisziplinär

Die Gründe, sich für ein Leben im Wohnstift zu entscheiden, sind so unterschiedlich wie die Menschen, die zu uns kommen.

So mancher möchte damit der Vereinsamung vorbeugen, sucht Gemeinschaft in einer anregenden Umgebung. Zum Teil ziehen jedoch auch Senioren zu uns ins Wohnstift, weil sie in der eigenen
Häuslichkeit unterversorgt sind oder ein Krankenhausaufenthalt den Gesundheitszustand verschlechtert hat.

Auch Bewohner, die bereits einige Jahre in unserem Wohnstift leben, benötigen mitunter Hilfestellung. Dies heißt jedoch keineswegs, dass dies immer Leistungen sind, die durch unseren ambulanten Dienst erbracht werden müssen. Oft sind nur kleine Hilfestellungen oder Handreichungen
nötig. Dann reicht es beispielsweise aus, die hauswirtschaftlichen Leistungen auszuweiten oder die Begleitungs- und Unterstützungsleistungen der persönlichen Assistenz oder unserer Begegnungsstätte anzubieten. Erst wenn tatsächlich pflegerische oder behandlungspflegerische Unterstützung benötigt wird, setzt der ambulante Pflegedienst des Hauses ein. Doch wer entscheidet, wann was wie richtig ist? Weiß der Bewohner, welche Leistungen ihm helfen können? Und wer berät ihn?

Im KWA Georg-Brauchle-Haus haben wir vor zwei Jahren den Entschluss gefasst, eine Stelle zu schaffen, die genau hier ansetzt. Ein Sozialdienst, der im Sinne von Case-Management den Bewohner sieht und auf seine Bedürfnisse abgestimmt ein Angebot zusammenstellt, welches für ihn ein Netz der Sicherheit bietet. Diese Position lebt davon, mit den Bewohnern sowie deren Bezugspersonen, mit allen Disziplinen des Hauses und auch mit externen Dienstleistern zu kommunizieren und deren Leistungen zu vernetzen. Um dies zu gewährleisten, gibt es jeden Tag ein kurzes Treffen der Führungskräfte, bei dem unter anderem aktuelle Bewohnerthemen sowie Krankenhausentlassungen besprochen werden. Dies ermöglicht es dem Sozialdienst, sofort auf Bedürfnisse und Bedarfe reagieren zu können, immer abgestimmt mit allen Akteuren. Um eine Kontinuität in der Versorgung zu gewährleisten und Angebote regelmäßig zu reflektieren, gibt es turnusmäßige Besprechungen im Interventionsteam. Dort werden Interventionen besprochen und reflektiert, gegebenenfalls auch neu  geplant. Beteiligt am Interventionsteam sind der Sozialdienst, die Kundenbetreuung,  Pflegedienstleitung, Hauswirtschaftsleitung sowie die Stiftsdirektorin (zertifizierte Case-Managerin nach DGCC ). Bei Bedarf können auch andere Akteure hinzugezogen werden.

Die Stelle des Sozialdienstes ist im Georg-Brauchle-Haus von Sophie Messner besetzt. Sie ist Gesundheits- und Pflegewissenschaftlerin sowie Physiotherapeutin. Neben der professionellen
Begleitung unserer Bewohner bietet die 26-Jährige regelmäßig Fachvorträge im Wohnstift an und leitet die Gymnastikgruppe für Sturzprophylaxe.

Erschienen in alternovum. Das KWA Journal | 3/2016
Autorin: Verena Dietrich


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