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Musik als Geschenk

Bürgerschaftliches Engagement hat viele Facetten und Erscheinungsformen. Bei KWA erschließt sich ein breites Feld an Aktivitäten von Bewohnern für Bewohner, wie zum Beispiel durch die Mitwirkung im Heimbeirat, bei Veranstaltungen oder Besuchsdiensten.

Doch Bewohner engagieren sich auch für Jugendliche, unter anderem in Form von Unterricht oder Nachhilfe. Daneben findet sich – quasi in umgekehrter Richtung – auch Engagement von Bürgern für
die Stiftsbewohner. Exemplarisch für viele Menschen, die mit Freude und zuverlässig ein Ehrenamt im KWA Stift Urbana bekleiden, möchten wir an dieser Stelle Vladimir Benkotic vorstellen. Seit Jahren spielt er einmal im Monat mit seinem Keyboard für die Bewohner zum Tanz auf.

Der 82-jährige Maschinenbautechniker kam 1965 aus Kroatien nach Deutschland und wohnte während seines gesamten Berufslebens im Sauerland. Erst mit der Pensionierung zog er in die Geburtsstadt seiner Frau, nach Bottrop. Andernfalls wäre er gerne nach Bad Pyrmont gezogen, gab er im Gespräch zu, da ein solcher Kurort Musik auf hohem Niveau zu bieten hat. Musik hat er schon als
Kind geliebt und in einem Verein auf der Mandoline kroatisches Liedgut gespielt. Sein Beruf ließ ihm dann jedoch jahrzehntelang wenig Zeit zum Musizieren. Erst in Bottrop konnte der Operetten-Liebhaber wieder verstärkt seinem Hobby nachgehen – nämlich nicht nur Musik anhören, sondern
selbst gestalten: als Gitarrist in einer Band und in einem Duo. Als Autodidakt kam er dann schließlich auch zum Keyboard.

Und wie kam er auf die Urbana? „Durch ein Plakat im Info-Service-Treffpunkt in der Poststraße wurde
ich auf die Möglichkeit und den ausdrücklichen Wunsch nach bürgerlichem Engagement im KWA Stift Urbana aufmerksam und stellte mich dort vor. Nun bin ich schon jahrelang dabei.“ Für die Bewohner
spielt er Volkslieder und alte deutsche Schlager. „Die Senioren kennen all diese Lieder, singen mit oder tanzen. Manchmal wird’s auch experimentell, dann gibt‘s ein Medley aus moderner Musik. Dabei wird allerdings seltener getanzt“, berichtet Vladimir Benkotic. „Ich liebe das deutsche Liedgut und
es bereitet mir große Freude, es mit Menschen zu teilen und es dadurch wieder in Erinnerung zu rufen“, entgegnet er auf die Frage, was er aus der ehrenamtlichen Tätigkeit für sich gewinnt. Weshalb vielen Bewohnern alte Lieder gut gefallen? Möglicherweise erklären es diese Zeilen: „Gold und Silber lieb ich sehr, kann's auch wohl gebrauchen, hätt‘ ich doch ein ganzes Meer, mich darein zu tauchen
… Dass die Zeit einst golden war, wer wollt das bestreiten, denkt man doch im Silberhaar gern vergangner Zeiten.“

Erschienen in alternovum. Das KWA Journal | 3/2016
Autorin: Martina Lenz


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