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50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
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Talk in der Rosenau: mit Dr. Stefan Arend und Horst Schmieder

Moderator Stephan Schmutz spricht mit den beiden KWA Vorständen über 50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter.

Konstanz, den 27. Oktober 2016. – Ja, sie haben Wort gehalten und sind jetzt da, die beiden KWA Vorstände, angereist vom Firmensitz in Unterhaching: Horst Schmieder und Dr. Stefan Arend. Die Feiern zum 50. Geburtstag von KWA in allen Häusern des Unternehmens und im Alten Rathaus München sind vorbei. Für die beiden „Macher“ des Konstanzer Talks in der Rosenau, Kundenbetreuerin Marina Gernard und „Radio-Mann“ Stephan Schmutz, ist damit die Gelegenheit gekommen, einer nun fünfzig Jahre alten Erfolgsgeschichte nachzuspüren.

Zunächst läuft ein zehnminütiger Videoclip. „Lassen Sie sich einstimmen mit Bildern und Impressionen aus unseren verschiedenen Häusern, genießen Sie die untermalende Musik, hören Sie, was einige unserer Bewohner und ihre Familien in unserem Film über ihr Leben bei uns zu erzählen haben“, so Herbert Schlecht in seiner Begrüßungsansprache.

„Natürlich hab' ich ein bissele recherchiert“, wendet sich der Moderator an seine Gesprächspartner. Da habe es eine Gruppe von Menschen gegeben, die – unter dem Einfluss der Aufbruchsstimmung in den 1960er Jahren – eine neue Wohnidee für ältere Menschen hatten. Weil sie fest an ihre Idee glaubten, gründeten sie 1966 den Verein Münchner Altenwohnstift und projektierten unter dessen Dach das erste Wohnstift, das Georg-Brauchle-Haus. Das neue Wohnstift hatte auf Anhieb Erfolg. Und dann ging es „Schlag auf Schlag“: Weitere Häuser folgten – zunächst in Bayern. Das KWA Parkstift Rosenau in Konstanz war das erste KWA Wohnstift in Baden-Württemberg.

KWA heute: 3.000 Bewohner, 2.500 Mitarbeiter

Heute leben in KWA Häusern bundesweit etwa 3.000 Menschen. Stephan Schmutz möchte wissen: „Und gilt für sie alle immer noch der Anspruch: ‚Leben, so wie ich es will“? – Er wendet sich Dr. Stefan Arend zu, den sowohl für das Marketing als auch für das Qualitätsmanagement von KWA verantwortlichen Vorstand. – Aus dem Verein, so Arend, sei inzwischen eine Unternehmensgruppe in der Rechtsform einer gemeinnützigen Aktiengesellschaft geworden, die an 18 Standorten etwa 2.500 Mitarbeiter beschäftigt. Gemeinnützigkeit bedeute unter anderem: keine Gewinnausschüttungen. Was verdient wird, werde im Unternehmen reinvestiert. Das Kernprodukt sei nach wie vor das Wohnstift, danach komme der Geschäftsbereich Pflege.

„Und weil wir zu unserem Qualitätsanspruch ‚Leben - so wie ich es will’ auch heute und in Zukunft stehen werden, ist Qualität in unserem Verständnis ein Prozess, der nie zu Ende geht", führt Arend aus. Dafür brauche man realistische, erreichbare Etappenziele, damit Qualität auch gemessen werden kann. In beiden Kernbereichen seien inzwischen Einrichtungen mit neuen Wohn- und Pflegeformen dazugekommen, in den Geschäftsfeldern Reha und Ausbildung habe man sich über eine Klinik und eine eigene Aus- und Weiterbildungsstätte für qualifizierte Pflegemitarbeiter, in der staatlich anerkannte Berufsabschlüsse erworben werden können, zusätzliche Kompetenzen ins Unternehmen geholt. Heute sei KWA im Bereich des Wohnens und der Pflege im Alter auch für andere Träger und für die Politik ein anerkannter Gesprächspartner.

Horst Schmieder, der fürs Controlling und die Unternehmensstrategie verantwortliche Vorstand, betont: „Hinter allem, was wir bis heute tun, steht ein festes Bild vom Menschen und seiner Würde; vom Leben in Selbstbestimmtheit und mit dem Wissen um die helfende Hand im Hintergrund.“ Ein Bild vom Leben im Alter, das laut Schmieder schon die „Gründerväter“ von KWA hatten. Einer von ihnen ist Herrmann Beckmann. Seine Vision von einem guten Leben im Alter setzt der inzwischen Hochbetagte selbst um. Er lebt heute in einem KWA Wohnstift am Münchner Ostpark.

KWA Fachschulen bilden Nachwuchs aus

Der Moderator fragt: „Gibt es auch Sorgen?“ – Dazu Arends Antwort: „Die Menschen bei uns werden nicht nur älter, sie haben auch weniger Kinder. Die Nachfrage nach unseren Wohn- und Pflegeangeboten steigt, der Wettbewerb um qualifizierte junge Menschen für Pflegerufe ist groß. Doch als Träger eigener staatlich anerkannter Fachschulen für Pflegeberufe haben wir Pfunde, mit denen wir wuchern können.“ So konnten 2016 tatsächlich alle Ausbildungsplätze bei KWA besetzt werden.

Warum KWA eigene Häuser favorisiere, möchte Stephan Schmutz gerne wissen. Vorstand Horst Schmieder – er ist bereits seit 20 Jahren im Unternehmen – erinnert sich an Bankengespräche in den 1990er Jahren. Da habe man versucht, KWA den Verkauf der eigenen Immobilien schmackhaft zu machen. „Heute wissen wir, eigene Immobilien bedeuten Sicherheit für KWA und auch für die vielen Bewohner!“, betont Schmieder. Und weil man im älter werdenden Deutschland großen Bedarf sehe, plane man bereits neue Häuser, unter anderem einen Neubau am Starnberger See. 

Schmieders Vorstandskollege Dr. Stefan Arend weist zum Abschluss noch auf das neue Pflegestärkungsgesetz (PGS  II) hin: Es sei „fast passgenau" auf das bewährte Wohnstiftskonzept von KWA zugeschnitten und unterstütze den Anspruch auf ein „Leben - so wie ich es will". Stiftsbewohner können in ihren Wohnungen ambulante Pflege und Unterstützungsleistungen nach dem PSG II bekommen. 

PS: „Leben - so wie ich es will?“ Da fällt mir noch etwas ein: Erinnern Sie sich an den Beitrag über die Feier zum KWA Geburtstag in der Rosenau? Überschrift: „Und wenn die KWA 50 wird, rockt die Rosenau!“ Der Schluss-Satz lautete: Die Band dreht wieder auf, die Tanzfläche füllt sich noch einmal, die Lautsprecher wummern ihren Rock in den Saal, die Gäste rocken mit, als sich plötzlich die Saaltür öffnet und lachend eine ältere Dame in ihrem Rollstuhl herein rollt. Zwei Herren stürzen auf sie zu, ergreifen ihre Hände und lassen den Rollstuhl zwischen den Tanzenden wirbeln und sich drehen. Das ist für mich: „Leben - so wie ich es will!“ 

Ihr Giselher Sommer

Impressionen vom Talk mit den KWA Vorständen Dr. Stefan Arend und Horst Schmieder: 

 Mit einem Klick lassen sich die Bilder vergrößern.


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