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50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
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"Bei KWA menschelt es so richtig"

50-Jahre-KWA-Feier im KWA Hanns-Seidel-Haus mit Grußworten von KWA Vorstand Dr. Stefan Arend, Ottobrunns Bürgermeister Thomas Loderer und der Stiftsbeiratsvorsitzenden Dr. Susanne Eick-Wildgans – Konzert mit Marina und Michael Kaljushny – Unterhaltungsprogramm mit einem Marktplatz der Sinne und Porträts von Phil Splash

Ottobrunn, 21. Oktober 2016. – Egal wohin wir auch blicken: Smartphones und Tablets sind omnipräsent. Vielleicht werden schon bald auch alte Menschen auf ihrem Rollator einen „sprechenden Bildschirm“ vor sich liegen haben, der sie im Alltag unterstützt. Ein Gerät, das beispielsweise einer Seniorin die Frage nach ihrer Brille beantwortet oder sie daran erinnert, dass sie den Schlüssel mitnehmen muss, wenn sie die Wohnung verlässt. – Dieses Szenario beschrieb bei der 50-Jahre-KWA-Feier im Hanns-Seidel-Haus Dr. Susanne Eick-Wildgans. Sie ist dem Haus durch Angehörige verbunden und als Stiftsbeiratsvorsitzende des Wohnbereichs Pflege ein Bindeglied zwischen Bewohnern und Einrichtungsleitung.

Dr. Susanne Eick-Wildgans, Stiftsbeiratsvorsitzende im KWA Hanns-Seidel-HausTechnische Unterstützung wie die beschriebene könne sie sich irgendwann auch für Stiftsbewohner vorstellen. „KWA muss mit der Zeit gehen, modernisieren, am Ball bleiben. – Keiner will mehr leben wie vor 50 Jahren“, so die Rednerin. Allerdings müsse es auch in Zukunft so sein, dass an der Rezeption eine Mitarbeiterin sitzt, die Bewohner und Besucher des Hauses freundlich begrüßt, und Mitarbeiter, die bei Bedarf Hilfestellung geben. „Zu futuristisch wäre an der Zielgruppe vorbeigeplant", so Eick-Wildgans. Zum Glück gebe es im Hanns-Seidel-Haus Menschen, die Zuwendung schenken. Dass auch Ausflüge, Konzerte, Ausstellungen und Vorträge im Haus geboten werden, genießen die Bewohner. Auch gemeinsames Singen, Basteln oder Handwerken nannte die Beiratsvorsitzende und resümierte: „Es wird hier eine Menge geboten, damit alle so lange wie möglich fit bleiben.“

Dr. Susanne Eick-Wildgans, Stiftsbeiratsvorsitzende im KWA Hanns-Seidel-HausVor der Vision zum möglichen künftigen Leben alter Menschen hatte Stiftsdirektorin Ursula Cieslar den Blick in die Vergangenheit gerichtet. In den 1960ern gab es noch wenige private Einrichtungen für Senioren, auch noch keine Altenpflegeausbildung, lediglich staatliche Altenheime. „Und dann waren da aber auch Menschen, die eine ganz andere Idee vom Leben im Alter hatten.“ Einer davon war Hermann Beckmann – er saß als Ehrengast zusammen mit seiner Frau im Publikum. Zusammen mit sechs anderen hat er 1966 den Verein Münchner Altenwohnstift gegründet – heute KWA Kuratorium Wohnen im Alter – und dann als Geschäftsführer beinah dreißig Jahre lang seine Vision von einem selbstbestimmten Leben im Alter für viele Menschen realisiert, mit komfortablen Wohnungen, Gastronomie, Service, Kulturprogramm  und Sorgestrukturen. Cieslar nannte KWA Wohn- und Pflegestifte Orte der Gemeinschaft und Geselligkeit, wobei Bewohner auch die Sicherheit haben, bei Bedarf direkt im Haus diskrete Pflege zu bekommen.

Thomas Loderer sagt: Wer ins Wohnstift zieht, hat die Chance, seinem Leben noch einmal eine positive Wendung zu geben

Thomas Loderer, Bürgermeister von OttobrunnOttobrunns Bürgermeister Thomas Loderer bezeichnete KWA in seinem Grußwort als vorbildlichen und fortschrittlichen Träger. Dass es neben dem Hanns-Seidel-Haus auch noch das KWA Stift Brunneck in Ottobrunn gibt, enthebe ihn im Hinblick auf die demografische Entwicklung so mancher Sorge. Hermann Beckmann habe sehr zukunftsorientiert gedacht und gehandelt. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde sei immer gut gewesen und sei es auch heute noch. „Bloß nicht ins Heim – ich möchte in meinen eigenen vier Wänden bleiben“, denken laut Loderer viele. Das könne er nur bedingt nachvollziehen, da das Wohnen im städtischen Umfeld ohnehin ständigem Wandel unterliege. „Wer ins Wohnstift zieht, hat die Chance, seinem Leben noch einmal eine positive Wendung zu geben“, so der Bürgermeister. Die Kombination, einerseits selbstbestimmt leben zu können, andererseits umsorgt zu sein, sei ideal. 

KWA Vorstand Dr. Stefan Arend„Bei uns menschelt es so richtig“, unterstrich KWA Vorstand Dr. Stefan Arend. 192 Menschen arbeiten im KWA Hanns-Seidel-Haus, 55 im KWA Stift Brunneck – bundesweit sind es insgesamt etwa 2.500 Mitarbeiter, die sich in 14 Wohn- und 2 Pflegestiften um rund 3.000 Menschen kümmern, am KWA Bildungszentrum um 400 Schüler, an der KWA Klinik für neurologische und geriatrische Rehabilitation um Patienten, für die 85 Betten vorgehalten werden.

Mit insgesamt 250 KWA Wohnungen in Ottobrunn, zuzüglich 72 Pflegeplätzen im Hanns-Seidelhaus sei der „Doppelstandort“ schon etwas Besonderes. Die Ottobrunner Wohnstifte seien Paradebeispiele für eine gute Vernetzung mit der Kommune. Konzepte zum Leben und zur Arbeit bei KWA werden laut Arend immer gemeinsam mit Mitarbeitern und externen Experten entwickelt. Mit Blick auf die gastgebende Stiftsdirektorin hob Arend hervor: „Ursula Cieslar war maßgeblich beteiligt an der Entwicklung der Palliativpflege bei KWA.“ Die Gemeinnützigkeit von KWA sieht der Vorstand als Verpflichtung. „Wir wollen mehr sein als Träger, die sich nur mit Wohnen oder Pflege befassen.“ KWA Konzepte stoßen immer wieder die Weiterentwicklung in der Branche an.

Konzert von Marina und Michael Kaljushny, Marktplatz der Sinne sowie Bilder von Schnellzeichner Phil Splash für Bewohner und Gäste der 50-Jahre-KWA-Feier

Im Anschluss an den Festakt wurden Bewohner und Gäste mit Genüssen für alle Sinne verwöhnt. Marina und Michael Kaljushny nahmen die Festgäste mit auf eine musikalische Reise „Mit der Klarinette um die Welt“ – begleitet vom Klavier. Nach einem beschwingten Walzer von Johann Strauß und dem „Säbeltanz“ des sowjetisch-armenischen Komponisten Aram Chatschaturjan wurden im Konzert unter anderem geboten: ein Stück aus der Oper „Die diebische Elster“, der Ungarische Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms, „Libertango“, eine Komposition des Argentiniers Astor Piazzolla, der „White Cat Blues“ sowie ein Glenn-Miller-Medley.

Die Stiftsküche unter der Leitung von Küchenchef Florian Braun bot mit einem „Flying-Buffet“ Leckeres für den Gaumen, von Kürbissüppchen, gebackenen Garnelen, Vitello tonnato und Antipasti über Steinbeißerfilet, Schweinemedaillons und Pfifferlingen bis hin zu gefüllten Schokotulpen, flambierter Ananas und attraktiv dargebotenem Obst. Basima Mustafa aus Syrien reichte Köstliches aus ihrem Heimatland. Auch die süßen Naschereien vom Ottobrunner Chocolatier Andreas Mohrs kamen gut an.

Blumenfee Anna-Lena Weidemann winkte den Gästen aus luftiger Höhe zu, während Yorick-Alexander Abel mit dem Cello Kaffeehausmusik darbot und Daniel Eichinger Tischzauberei vorführte. Doch Stiftsdirektorin Cieslar hatte noch einen weiteren Trumpf im Ärmel: Phil Splash. Im türkisblauen, von Blüten gezierten Anzug skizzierte der Künstler, der bekannt dafür ist, dass er alle Münchner portraitieren will, vor dem Eingang zum Café mit konzentriertem Blick und geübtem Schwung in Dalli-dalli-Manier Portraits von Bewohnern, Mitarbeitern und Gästen. Durchwegs schmeichelhaft, zur Darstellung von Falten nahm er sich keine Zeit. Ist ja auch wirklich überflüssig. 

Mehr Bilder im Album zur Feier.



von links: Manuela Rödel (Pflegedienstleitung), Ursula Cieslar (Hausleitung), Florian Braun (Küchenchef), Ursula Wangerin (Kundenbetreuerin), Julia Feichtner (Hauswirtschaftsleitung)

 


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