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Talk in der Rosenau – ein Erfolgsmodell

Am Anfang war die Idee. Nämlich die, den Bewohnern des KWA Parkstifts Rosenau etwas zu bieten, was es bis dahin nicht gegeben hatte:

Talkrunden mit Gesprächspartnern aus Kunst, Kultur, Politik und Wirtschaft, die nach Möglichkeit noch im Beruf stehen, um Aktualität zu gewährleisten und stets über Neues diskutieren zu können. Das heißt, es sollten Persönlichkeiten sein, die aus ihrem Umfeld berichten – und manchmal aus dem Nähkästchen plaudern, was Gespräche erst richtig interessant macht. Die Idee war zudem, diese Talkrunden nach außen zu öffnen, um Gäste zu gewinnen, die das Wohnstift und seine Aktivitäten
einerseits kennenlernen und andererseits mit den Bewohnern ins Gespräch kommen wollten, was
inzwischen auch umgekehrt sehr geschätzt wird. An einem Abend erreichen wir bis zu 200 Teilnehmer, bisweilen auch mehr. Manche sitzen nach Ende der offiziellen Veranstaltung noch lange bei einem Imbiss mit einem Glas Wein beieinander, setzen den Diskurs über gesellschaftliche
Entwicklungen in kleiner Runde fort. Das heißt, es hat sich ein Dialog zwischen Bewohnern und Gästen aus der Stadt, dem Umland und der nahen Schweiz entwickelt, der für alle eine Bereicherung darstellt.

Der „Talk in der Rosenau“ hat sich seit dem Start im November 2012 im Konstanzer Kulturleben so gut etabliert, dass wir auch prominente Gesprächspartner gewinnen können. Europaminister Peter Friedrich kam sogar ein zweites Mal, weil er seine Vorstellungen von einer vernünftigen Flüchtlingspolitik darlegen wollte. Und dies tat er dann in höchst offener Weise, zog sich auch bei
kritischen Fragen nicht hinter diplomatische Floskeln zurück. Bezüglich Angela Merkels Willkommenskultur vermisse er klare Aussagen und ein fundiertes Konzept, wie diese Problematik
in den Griff zu bekommen sei. Beim Gast des Monats Dezember herrschte eine entspannte Atmosphäre vor, wenn auch mit glasklaren, mutigen Aussagen zum Thema Tod und Sterben. Die bekannte und beliebte Schauspielerin und Autorin Ruth Maria Kubitschek macht sich viele Gedanken darüber und gibt diese auch preis in ihren Veröffentlichungen. Der Talkgast im Februar zeigte, wie bunt die Palette der Gesprächspartner ist: Pater Stephan Vorwerk von der Insel Reichenau. Er berichtete über seine Erlebnisse bei der Missionierung im Ausland, aber auch über seinen schwierigen Start auf der Insel, deren Menschen nicht leicht zu gewinnen sind.

Die Talks in der Rosenau werden von Kundenbetreuerin Marina Gernard organisiert und von der Publizistin Monique Würtz moderiert – sehr erfolgreich. Die Reihe der bisherigen Gäste liest sich wie das „Who‘s who“ der Bodenseeregion, darunter Persönlichkeiten wie Sandra Gräfin und Björn Graf Bernadotte, der Konstanzer Oberbürgermeister Ulrich Burchhardt, der Intendant der Südwestdeutschen Philharmonie Beat Fehlmann, der Bundestagsabgeordnete Andreas Jung, die Geschäftsführerin von „Konzilstadt Konstanz“ Ruth Bader, der einstige Vorstandsvorsitzende der Daimler-Benz AG Edzard Reuter und der Sternekoch Bertold Siber.

Autor: Herbert Schlecht | Erschienen in alternovum. Das KWA Journal 01/2016


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