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Ausbildung im KWA Parkstift Aeskulap: Fördern und Fordern als klares Prinzip

Das Betreiben eines KWA Seniorenstifts erfordert in allen Bereichen eine qualifizierte Leistungserbringung auf hohem Niveau. Hierzu bedarf es eines qualifizierten Mitarbeiterstammes.

In Anbetracht des bundesweiten Fachkräftemangels, welcher in verschärfter Weise im Bereich des
Gesundheitswesens besteht, sind daher besondere Anstrengungen erforderlich bei der Akquise geeigneten Nachwuchses. Im KWA Parkstift Aeskulap hat man sich entschlossen, mit einem umfassenden Maßnahmenpaket zur Gewinnung von Auszubildenden zu agieren.

Dies beginnt bereits beim Eingang der Bewerbung eines potenziellen Auszubildenden. Dieser erhält nach spätestens zwei Arbeitstagen eine Rückmeldung und, wenn er geeignet scheint, eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Nur wer zügig einlädt, hat eine Chance auf die Gewinnung der Besten. In einem ersten Gespräch werden die gegenseitigen Erwartungen an den Ausbildungsplatz präzisiert. Ziel ist es, bei einem positiven Gesprächsverlauf einen sogenannten Hospitationstag mit dem Bewerber zu vereinbaren. Hierbei lernt der mögliche Auszubildende seinen späteren Arbeitsbereich und künftige Kollegen kennen. Im direkten Anschluss an diesen Hospitationstag sprechen der jeweilige Abteilungsleiter und die Hausleitung über den ersten Eindruck. Es ist wichtig, dass neben einer positiven Rückmeldung zum Verhalten auch die „Chemie“ mit den Kollegen stimmt. Deshalb wird parallel deren Rückmeldung eingeholt. Damit die schulische Begleitung ortsnah für den Mitarbeiter erfolgen kann, hat das Parkstift Aeskulap Kooperationsverträge mit allen umliegenden Schulen abgeschlossen.

Eine weitere Säule im Bereich der pflegerischen Ausbildung ist das sogenannte WeGebAU-Programm
der Bundesagentur für Arbeit. Dieses ermöglicht Hilfskräften durch eine finanzielle Förderung einen examinierten Abschluss ohne Lohnkürzungen, was durch ein Ausbildungsgehalt der Normalfall wäre. Bei uns als Pflegehilfskräfte Beschäftigte weisen wir auf diese Qualifizierungsmöglichkeit hin. Im Schnitt profitieren zwei Mitarbeiter unseres Hauses pro Jahr von dieser Förderung. Und alle profitieren davon, dass diese Kollegen das Haus und die Pflege bereits kennen.

Über den kompletten Zeitraum der Ausbildung stellen wir jedem Auszubildenden einen festen Praxisanleiter als Mentor zur Seite, der ihn bei seinen praktischen Aufgaben individuell betreut. Für die Praxisanleiter und Schüler wurde ein separates Büro außerhalb des Stationsbereiches geschaffen: mit PC, Literatur und Internetzugang für mögliche Recherchen. So können die Praxisaufgaben
in ungestörter Atmosphäre geplant und besprochen werden.

Es gilt das Prinzip des Förderns und Forderns – auch für Auszubildende mit Migrationshintergrund.
Dass wir bereits zum Jahresbeginn alle Ausbildungsplätze für den Herbst 2016 besetzen konnten, gibt dem Gesamtkonzept recht. Ebenso bemerkenswert ist es, dass sich alle letztjährigen Absolventen für den Verbleib im Haus entschieden haben und auch übernommen werden konnten.

Autor: Andreas Lorz | Erschienen in alternovum. Das KWA Journal 01/2016


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