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Talk in der Rosenau: Monique Würtz im Gespräch mit Ruth Maria Kubitschek (Seite 2)

Die durch Bühnen- und Filmauftritte bekannte "Grand Dame" über ihr Leben im Ruhestand

Und sie erzählt sie von der Entdeckung und dem Kauf einer schönen Neubauwohnung – irgendwann, schon vor Jahren – mit Blick auf das Schweizer Ufer des Untersees gegenüber der Reichenau. Von dort genießt sie die einzigartige Aussicht auf den weiten See mit der Insel, auf die Landschaft und die Natur, die so viel Erhabenheit und Ruhe ausstrahle.

Im "Garten der Aphrodite" genießt Ruth Maria Kubitschek heute ihr Leben

Der Kauf eines angrenzenden verwilderten Obstbaum-Grundstückes mit einer ganz extremen Hanglange, wo heute, nach mehrjähriger Arbeit mit ihrer engen Vertrauten Heidi und anderen lieben Freunden, inzwischen ihr berühmter „Garten der Aphrodite“ erschaffen wurde, sind unmittelbare Folgen ihres „konsequenten Loslassens“.  Sie hatte auch vorher ihr Leben und ihre Wohnung in München losgelassen, um an den Bodensee zu ziehen.

Als junge Frau und Mutter hatte sie vor Jahren ihre gescheiterte Ehe losgelassen. Dieser Verbindung verdanke sie Sohn Alexander, der in Konstanz lebe und eine eigene Karriere in der Musikbranche gemacht habe,  und ihre inzwischen große und studierende Enkelin. Auf beide ist sie sehr stolz.

Seit vielen Jahren ist ihr Lebenspartner Wolfgang Rademann, der Berliner Filmproduzent, mit dessen Namen sich so prominente Fernsehserien wie „Die Schwarzwaldklinik" und "Das Traumschiff“ verbinden. Heiraten? – Man könne Menschen nah sein, ohne sie besitzen zu wollen. Sie und ihr Lebenspartner seien mit dieser Einsicht in mehr als drei Jahrzehnten gut gefahren. Heute lebe sie ohne Ängste vor der Zukunft und dem Tod.

"Wir alle haben nur diese eine kleine und so verletzliche Welt"

Ihr berühmter Garten sei Ausdruck ihrer Dankbarkeit gegenüber der Erde und der Natur. Sie wolle mit ihrer Liebe und Leidenschaft für ihren Garten, Erde und Natur, die wir alle oft und so leichtfertig gefährden, ein Stückchen ihrer Würde und Schönheit zurückgeben! „Wir alle haben nur diese eine kleine und so verletzliche Welt."

Sie habe früher viele Ängste gehabt auch vor dem Tod. Heute wisse sie mehr darüber. So wolle sie als Beispiel nur einen Gedanken eines Tübinger Wissenschaftlers andeuten: „Wir alle leben mit der Vorstellung, unsere Seelen seien in unserem Körper präsent. Das könne man, so der Wissenschaftler, auch ganz anders sehen: Vielmehr sei der stoffliche Körper von unserer Seele umgeben, die er mit dem Tod verlasse. Sie – die Seele – überlebe, in der auch das Göttliche wirke und damit bei uns sei, also in uns selbst und uns beschütze!"

Mit Malen, Meditieren und Schreiben füllt Ruth Maria Kubitschek ihren Alltag

Ruth Maria Kubitschek hat keine Langeweile. Leben sei immer auch Sinnsuche. Sinn, den wir unserem Dasein selbst geben können. Sie malt, meditiert, schreibt Bücher, Romane, von denen einige inzwischen auch verfilmt wurden, „erfindet" Märchen und liest mit Begeisterung vor. Und dann wird der Schalk in ihr wach, sie blickt zu den Zuschauern im Saal und sagt: „Ich weiß ja, dass manche Leute sich über meine Gedanken zum Thema Engel gern lustig machen. Ich lese Ihnen aber trotzdem eine Engelsgeschichte aus meinem Märchenbuch vor: Wenn auf der Welt immer Weihnachten wäre."

Und sie bekommt viel Beifall dafür!

Auf der Rückseite ihres Märchenbuches stehen die Worte: „Wenn auf der Welt immer Weihnachten wäre, würden wir es leichter schaffen, den Weg zueinander zu finden und kleine Wunder zu vollbringen – denn Wunder schaffen wir selbst!“ - Na ja, das ist nicht ganz so kurz wie bei Frank Sinatra aber viel schöner!

Giselher Sommer   

 

 


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