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Singkreis und ein bisschen mehr

Unter der Leitung von Elsbeth Müller – ein Angebot im KWA Stift Urbana im Stadtgarten

Bottrop, 2. September 2015. – Darin sind sich die Teilnehmer des Singkreises im KWA Stift Urbana in Bottrop einig:  Singen ist leicht. Es tut gut, lässt vergessen, lenkt ab, beruhigt, macht gute Laune. „Singen macht einfach Spaß. Am meisten in der Gemeinschaft“, sagt Josef Breidl – im Moment der einzige Herr in der fröhlichen Runde. „In meiner Wohnung kann ich singen, den  lieben langen Tag, aber was ist schon eine Einzelstimme! In der Gruppe klingt es voller, einfach  besser“, weiß der langjährige Männerchorsänger. 

Seine Chornachbarin Gertrud Mehrhoff, befragt, weshalb sie zum Singen kommt, nennt ihre Freude am Lied und den gesundheitlichen Aspekt. „Das ist ein gutes Atem- und ein noch besseres Gedächtnistraining“, sagt sie. 

Doris Eicker freut sich, weil sie in der Singrunde an früh erlebte positive musikalische Gruppenerfahrungen anknüpfen kann. „Viele Bilder, viele Menschen, viele Lieder sind im Kopf. Ich bin überrascht, was ich noch alles kenne und kann.“ 

Singkreisleiterin Elsbeth Müller ergänzt: „Die Lust der Teilnehmer zu singen ist groß. Bei jedem der 14-tägigen Montags-Treffen sind sie aufs Neue gespannt, was im Proberaum des KWA Stifts auf den Stundenplan kommt. Musik zu erleben und gemeinsam zu gestalten, ist auch für mich als Chorleiterin eine Freude, ein Geben und Nehmen. Einen besonderen Reiz für beide Seiten hat das Einstudieren modernerer Stücke.“ 

Das Repertoire des Singkreises ist breit gefächert, reicht von Volksliedern über Schlager und Evergreens bis hin zum Reinhard-Mey-Song. Müller hat den Singkreis vor gut 15 Jahren mit begründet, nach der Idee und Maxime: „Musik als Ausdrucks- und Kommunikationsmittel erleben und gestalten.“ Musik spricht Gefühle an. 

Überdies weiß Elsbeth Müller aufgrund ihrer langjährigen Erfahrungen: Lieder und Melodien wecken Erinnerungen, können Brücken schlagen. Singen schafft Sicherheit, unterbindet Hemmungen, fördert und fordert Konzentration und Kooperationen. Singen beeinflusst zudem die Stimmung. Und: „Wer singt, gibt etwas von sich preis und zeigt Empfindungen, die im Alltag vielfach unter dem Deckel bleiben.“ 

Von Anfang an hat die Singkreisleiterin beobachten können, dass die Sängerinnen und Sänger sich spontan mit ihren Sitznachbarn unterhalten. Darum gebe es im „Singkreis und ein  bisschen mehr“ – so die offizielle Bezeichnung des offenen Hausangebotes – auch sogenannte „Schwatzpäuschen“. Auch Lachen und Scherzen kommen nicht zu kurz, insbesondere beim Rate- und Liederkönig-Quiz.  Lieder stehen dabei immer im Mittelpunkt. Denn Elsbeth Müller, Geschäftsführerin der Historischen Gesellschaft in Bottrop, legt Wert darauf, altes Liedgut zu erhalten, zu vermitteln und „aufzufrischen“ und davon erzählen zu lassen. 


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