Zur Haupt-Navigation springen | Zum Inhalt springen

50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
Menue
Immer auf dem Laufenden

Festrede von Hermann Beckmann im KWA Stift Brunneck zum Doppeljubiläum

Der ehemalige KWA Vorstand berichtet über die Anfänge des Hauses und würdigt die Arbeit von Stiftsdirektorin Gisela Hüttis

 

Ottobrunn, 12. Mai 2015. – Der Mitgründer des Vereins „Münchner Altenwohnstift“ (MAW) und ehemalige KWA Vorstand Hermann Beckmann nutzte seine Festrede für einen Rückblick – zunächst auf die „pränatale Phase“ des Stifts Brunneck. So berichtete er: „Im Herbst 1978 stand hier eine Bauruine.“ Eine Sollner Klinik hatte den Bau eines Personalhauses begonnen, war jedoch in Konkurs gegangen. Der Rohbau war etwa zu 60 Prozent fertig. Nachdem der damalige Bürgermeister von Ottobrunn auf ihn zugekommen war, habe man sich das Haus angeschaut. Zunächst gab es eine ganze Reihe von Problemen: Pläne waren nicht zu bekommen, öffentliche Mittel und Darlehen waren ausbezahlt, Grundpfandrechte eingetragen. „Das waren sehr harte Verhandlungen, um von diesen Belastungen herunterzukommen.“

Der Plan von Kuratorium Wohnen im Alter, einen Festsaal anzubauen, wurde aufgrund eines Einwands der unteren Naturschutzbehörde nicht genehmigt: an der vorgesehenen Stelle stand ein Baum. – Gefällt werden musste der Baum im Nachhinein dennoch: damit Löschfahrzeuge der Feuerwehr genug Platz hatten. Für die Genehmigung der von KWA eingereichten Pläne binnen fünf Monaten machte Beckmann der Gemeinde dennoch nachträglich ein Kompliment. Im August ’79 konnte mit dem Bau nach den neuen Plänen begonnen werden, im Februar ’80 war Richtfest, am 22. September desselben Jahres die offizielle Einweihung: Zu diesem Zeitpunkt waren die meisten Bewohner bereits eingezogen.

1990 begann das Zeitalter Hüttis im KWA Stift Brunneck

Mit der Hausleitung wurde zunächst Ursula Eichacker betraut, die bis dahin die Wirtschaftsleitung im Hanns-Seidel-Haus innehatte. Sie habe dem Haus einen ganz eigenen Stempel aufgesetzt. „Das Haus hatte von Anfang an eine ganz besondere Note“, so Beckmann. Als sie im Juli 1989 aus Altersgründen ausschied, folgte Margarete Müller, die jedoch bereits ein Jahr später in den neuen Bundesländern eine andere Aufgabe übernahm. „1990 begann das Zeitalter Hüttis“, so Beckmann weiter. Sie hatte sich bei einem Treffen von Beckmann mit Vertretern der Bremer Heimstiftung in Oldenburg vorgestellt, sei dann auch schnell nach München gekommen. Die Hausleitung im Stift Brunneck hat sie im April 1990 übernommen.

„Wenn ich Frau Hüttis beschreiben soll, dann fällt mir ihre Freundlichkeit ein, zu den Mitarbeitern, zu den Bewohnern. Dann natürlich ihre Kreativität bei Veranstaltungen und bei der Gestaltung des Hauses. Ein dritter Punkt ist ihre Belastbarkeit.“ Als weitere Merkmale nannte Beckmann die Ausdauer und die Fachkompetenz der Hausleiterin, ohne die so eine Einrichtung gar nicht geleitet werden könne. „Die 25 Jahre mit Frau Hüttis waren eine gute, erfolgreiche Zeit. – Die Wohnstiftsidee, sich in Sicherheit frei entfalten zu können, wurde hier sehr gut verwirklicht. Die Idee, im Alter in dieser Form zu wohnen, wird auch in Zukunft Bestand haben“ – Beckmanns Einschätzung.

Mit musikalischen Überraschungen von Gisela Hüttis klang die Feier aus

Improvisierte musikalische Intermezzi rahmten den Festakt ein, am Klavier professionell dargeboten von Karl-Bernhard Hüttis, dem Bruder von Hausleiterin Gisela Hüttis. Der Kirchenmusikdirektor war gemeinsam mit seiner Frau aus Bremen angereist, um das Jubiläum mitzufeiern – welches nach einer Pause am Buffet mit „musikalischen Überraschungen“ ausklang: Der 90-jährige Bewohner Dr. Wolfram Ruhenstroth-Bauer spielte am Klavier ein Stück von Franz Schubert, ehe Gisela Hüttis in bester Singer-Songwriter-Manier selbstgeschriebene Lieder vortrug und dazu Gitarre spielte. Nach einem Gedichtvortrag von Marerl Weiß wurde das Publikum zum Abschluss aufgefordert, Kanons zu singen. Dank der Unterstützung von Karl-Bernhard Hüttis gelang auch das – und war sehr vergnüglich.      


« zurück
nach oben

© KWA

nach oben