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50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
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Horst Schmieder: Gisela Rellecke hat sich der Aufgabe, Menschen zu helfen, verschrieben

Festrede des KWA Vorstands Horst Schmieder zum 45-jährigen Jubiläum des KWA Georg-Brauchle-Hauses und zur Verabschiedung von Stiftsdirektorin Gisela Rellecke

München, 10. Oktober 2014. – Zur Festansprache von KWA Vorstand Horst Schmieder.

„Unser ältestes Haus ist eines der attraktivsten“, konstatierte KWA Vorstand Horst Schmieder in seiner Ansprache zum Festakt und zollte Gisela Rellecke Anerkennung für ihre Leistungen, insbesondere im Rahmen der zahlreichen Bauarbeiten, die unter ihrer Hausleitung durchgeführt wurden. In Ergänzung zu Gisela Relleckes Ausführungen nannte er die im Georg-Brauchle-Haus neu geschaffenen Therapieräume und die Tagesbetreuung.

Schmieder wies zudem auf den mit 95 Prozent sehr hohen Sanierungsstand der Wohnungen hin, sowie auf Maßnahmen, die einer veränderten Nachfrage entgegenkommen – wie zum Beispiel die Vergrößerung von Wohnungen durch Zusammenlegung. Seit der Fertigstellung des Hauses Ramersdorf können zusätzliche moderne Zwei- und Dreizimmerwohnungen angeboten werden. Aktuell hat das Georg-Brauchle-Haus 215 Wohnungen sowie 35 Pflegeplätze – diese überwiegend in Einzelzimmern.

Die hohe Belegung des Georg-Brauchle-Hauses spricht für den Standort, für das Konzept und für alle, die sich eingesetzt haben

„Dass es über die gesamten 45 Jahre bei der von Anfang an hohen Belegung des Hauses geblieben ist, spricht für den Standort, für das Konzept, sowie für alle, die sich in dieser Zeit für die Bewohner, das Haus und das Unternehmen eingesetzt haben“, Schmieders Einschätzung. Gefragt seien dabei nicht nur zeitgemäße Wohnangebote, sondern vor allem gut ausgebildete, umsichtige, freundliche Mitarbeiter. Darauf lege KWA großen Wert. „Unser Angebot soll in allen Belangen einen hohen Standard erfüllen“, betonte der KWA Vorstand.

Videokameras tragen nicht zur Qualität bei – Mitarbeiter brauchen ausreichend Zeit für Pflege 

Im weiteren Verlauf seiner Rede ging Horst Schmieder auf das Thema Qualität ein. Die Installation von Videokameras trage nicht dazu bei. KWA beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema Qualität, gibt regelmäßig einen Qualitätsbericht heraus, hat das KWA Symposium 2014 unter den Titel „Qualität, die ich meine“ gestellt und mit Experten und Bewohnern diskutiert. „Das Ergebnis war mehr als erstaunlich“, berichtete Schmieder. „Es zeigt sich, dass sich der Qualitätsbegriff an subjektiven Befindlichkeiten festmacht.“

Qualität zu messen, beispielsweise in Form von Bewohnerbefragungen, sei dennoch zweckmäßig und auch aus ethischen Gründen geboten. Schmieder empfahl, Mitarbeitern für die bisweilen schwierige Arbeit ausreichend Zeit zu geben, die Ausbildung weiter zu verbessern und unnötig aufgebaute Bürokratie wieder abzubauen.

Horst Schmieder sieht erste Anzeichen für ein positives Bild vom Alter

Seit den 90ern ist laut Schmieder die Entwicklung eines negativen Altersbildes zu beobachten. In allen Medien sei die Rede von einer demografischen Katastrophe, von einem Kollaps der sozialen Sicherungssysteme, von explodierenden Gesundheitskosten. „Auch wir selbst erwarten vom Alter die Zunahme körperlicher und seelischer Gebrechlichkeit, erlahmende Selbstkompetenz und Selbstkontrolle durch abnehmende geistige Kräfte, den Verlust sozialer Bindungen sowie existenzieller Identität durch Demenz. – Viele Ältere haben das Gefühl der Lästigkeit und Überflüssigkeit. Diesen Entwicklungen versuchen wir bei KWA mit unseren Angeboten entgegenzuwirken.“

Doch es gebe auch Anzeichen für einen Wandel. Vom Nachklang eines erfüllten Lebens sei die Rede. Auch die Kaufkraft und die Arbeitskraft Älterer werde wiederentdeckt. Die Bedeutung ehrenamtlicher Tätigkeit rücke mehr und mehr in den Fokus – bei KWA und im Georg-Brauchle Haus schon seit langem.

Gisela Rellecke: Ich war sehr gerne bei Kuratorium Wohnen im Alter

Gisela Rellecke hat sich der Aufgabe, Menschen zu helfen, schon seit über 20 Jahren hauptberuflich verschrieben. Für ihre hervorragende Arbeit im Georg-Brauchle-Haus dankte nach Horst Schmieder auch sein KWA Vorstandskollege Dr. Stefan Arend, überreichte Blumen und ein Präsent. Gisela Relleckes Fazit: „Ich war sehr gerne bei Kuratorium Wohnen im Alter und werde mich auch immer zugehörig fühlen.“ 


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