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Talk in der Rosenau: mit dem Bundestagsabgeordneten Andreas Jung

Der Talk-Gast ist in Stockach aufgewachsen, engagiert sich für die Region am Bodensee.

Konstanz, 14. Mai 2014. – Er ist groß, schlank, dunkelhaarig, trägt einen modischen, dunklen Anzug mit blütenweißem Hemd – und keine Krawatte. Monique Würtz fasst den Gast am Arm, „erklimmt“ mit ihm die Treppe zur Bühne, wo Stiftsdirektor Herbert Schlecht den Bundestagsabgeordneten Andreas Jung im Namen der Konstanzer Rosenau willkommen heißt.

Monique hat schon Platz genommen, „schnappt“ sich das Mikrofon, lacht den Gast spitzbübisch an und beginnt zu singen: „Happy birthday to you, happy birthday to you ... – Lieber Andreas, wir wissen schon jetzt so einiges über dich, auch, dass du gestern 39 Jahre jung geworden bist." „Der Andreas“ ist nicht nur jung, er ist auch schlagfertig: „Liebe Monique, ich bin nicht nur jung – ich heiße auch so.“ Die Gäste im wieder voll besetzten Saal lachen. Das Eis ist gebrochen, jetzt kann der Talk starten.

Monique: „Wir wissen auch, dass du ein Freiburger Bub bist, aber in Stockach mit den Eltern und dem etwas älteren Bruder groß geworden bist, dort auch dein Abitur gemacht hast – und dass du eine Karriere als Rechtsanwalt in einer Mannheimer Wirtschaftskanzlei gestartet hast. Was hat dich veranlasst, eine Wirtschaftskarriere zugunsten einer Karriere in der Politik aufzugeben?“ 

„Bereits mit 16 Jahren bin ich in die Junge Union eigetreten, Ende der Neunziger Jahre wurde ich in den Bundesvorstand der Jungen Union gewählt." Seit 2011 – also nach der Zeit in der Jungen Union – ist er Bezirksvorsitzender der CDU Südbaden. „In Stockach habe ich lange Fußball gespielt, mein Traum war eine Karriere als Profi in der Bundesliga. Aber als ich wieder aufgewacht bin – das war 2005 – saß ich plötzlich im Deutschen Bundestag.“

Der Sport sei eine gute Vorbereitung auf die Politik gewesen: Aufstehen, gewinnen, verlieren, sich als Teamplayer bewähren und lernen, mit Fouls umzugehen – auch in der Politik gebe es Strafraum und Abseits. Der Beruf als Jurist gebe ihm ein Stück Unabhängigkeit, die Lebensalternativen auch außerhalb des Politikbetriebes offen halte.

Monique möchte wissen, wer oder was das Schlüsselerlebnis für sein heutiges Engagement in der Politik gewesen sei. Andreas Jung lässt sich einen Augenblick Zeit, ehe er antwortet: „Da Fallen mir zwei für mich sehr wichtige Menschen ein." Die Oma, mit der er 1989 gemeinsam den nächtlichen Fall der Berliner Mauer am Fernseher erlebt habe und die Begeisterung und Freude der Menschen in jener Nacht. Dann zitiert er noch seinen Gemeinschaftskundelehrer aus der Oberstufe im Stockacher Gymnasium, der damals gesagt habe: "Diese Menschen haben wirklich etwas riskiert, was wir hier alle als selbstverständlich hinnehmen!“ – Für ihn bleibe darum „als Maß allen politischen Handelns, dass der Mensch immer im Mittelpunkt stehen muss.“

Und als Wahlkreis-Abgeordneter in Konstanz sehe er seine erste Aufgabe darin, die Interessen der Region am See im Dialog mit unseren Schweizer Nachbarn zu vertreten. Da gebe es noch große Chancen für alle Beteiligten, aber auch noch viel zu tun! 

Zu seinen großen Themen auf der Berliner Bühne gehören Nachhaltigkeit, Generationengerechtigkeit und Umweltschutz. Im Bundestag ist Andreas Jung Mitglied in mehreren Ausschüssen für die CDU. Seit 2013 ist er Vorsitzender des Parlamentarischen Beirates für nachhaltige Entwicklung und Mitglied der „Kommission Lagerung hochradioaktiver Abfallstoffe“.

Wie lautete das Motto von Moniques Gast an diesem Abend? „Der Mensch muss immer im Mittelpunkt stehen!“ – Weil Andreas Jung das offensichtlich auch „da draußen bei den Menschen im wirklichen Leben“ so meint, ist er an diesem Abend noch lange beim gemütlichen Beisammensein im Kreis der Rosenau-Gäste geblieben! Dankeschön Andreas Jung!

Gastbeitrag von G. Sommer  


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