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50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
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Schreyer-Stäblein hat Landtagsbeschluss zur Begrenzung der Pflegedokumentation initiiert!

Grußworte des Landrats Christoph Göbel, der Landtagsabgeordneten Kerstin Schreyer-Stäblein, sowie des Ersten Bürgermeisters von Unterhaching Wolfgang Panzer beim Festakt zu 30 Jahre KWA Stift am Parksee

Unterhaching, 16. Mai 2014. – Grußworte.

Landrat Christoph Göbel: „Die Idee, die KWA trägt, muss weiterverfolgt werden“

Im Namen des Landkreises München gratulierte Landrat Christoph Göbel zum Geburtstag – „ein junger Geburtstag eigentlich!“ – und zur „beneidenswerten Lage dieser Oase am Parksee“. Mit einem „Campus der Ruhe und Geborgenheit“ habe KWA schon vor 30 Jahren erkannt, dass es bei der Frage von Altenwohnen und Altenpflege nicht um eine Last geht und nicht um eine Optimierung beim Einsatz von Personal, Material und Kosten, sondern umgekehrt darum, all denjenigen, die die Gesellschaft über Jahrzehnte hinweg aufgebaut und geprägt haben, ein Zuhause zu geben. „Diejenigen, die unser größter Schatz sind, sollen mitten im Ort, in einem Schloss am Park, am schönsten Platz zu Hause sein“, sagt Göbel.

Es gebe ein hohes Bedürfnis der Menschen, solange wie möglich, zu Hause zu bleiben. Aber das bedeute nicht zwangsläufig, dort zu bleiben, wo man jahrzehntelang gewohnt hat – „weil diese Wohnung ja möglicherweise nicht barrierefrei oder zu groß ist, oder weil sie infrastrukturell nicht günstig gelegen ist oder weil ich sie mir nicht mehr leisten kann – sondern es bedeutet, dass dort, wo ich wohne, mein Zuhause sein muss und dass ich mich dort wohlfühlen muss“. 

Es gehe nicht nur um Pflege, „sondern die Menschen möchten Sicherheit und Geborgenheit und auch wohnen und leben.“ Die Idee, die KWA trägt, müsse gemeinsam oder parallel zueinander weiterverfolgt werden. Sein Ziel sei es, barrierefreien Wohnraum, betreutes Wohnen und Einrichtungen zu schaffen, in denen es möglich ist, im Alter zu leben, aber gleichzeitig auch Versorgungsstrukturen zu entwickeln: „Für all diejenigen Dinge, die ich nicht mehr tun will oder kann.“ Es gehe auch zunehmend um hauswirtschaftliche Leistungen, bis hin zu medizinischen Pflegeleistungen, ambulant oder stationär.

Er wolle aber auch pflegende Angehörige unterstützen. Sie sollen in Interaktion mit Einrichtungen betreut, versorgt und beraten werden, damit sie sich um ihre Eltern kümmern können. Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflegeangebote müssten aufgebaut werden. Dazu sei die Kooperation der öffentlichen Hand mit Betreibern notwendig. Die Altenpflegeausbildung muss aus seiner Sicht praxisbezogener werden. Als er vor wenigen Wochen das Stift am Parksee besucht habe, habe er jedoch Großartiges gesehen, „völlig ungeschminkt, genauso wie man es sich in der Praxis wünscht.“
In einem Kuvert übergab der Landrat ein Geldgeschenk „für einen besonderen Wunsch“.

Stimmkreisabgeordnete Kerstin Schreyer-Stäblein hat einen Landtagsbeschluss zur Begrenzung der Pflegedokumentation erwirkt

Schreyer-Stäblein kennt das Stift am Parksee bereits seit 26 Jahren. Kennengelernt hat sie es als Aushilfskraft in Cafeteria und Wohnbereich – viele Gesichter seien ihr aus dieser Zeit noch bekannt. Insgesamt hatte sie „elf Jahre Innenansicht“, ein Dreivierteljahr hat sie sogar im Haus gewohnt. Später dann hat sie das Haus in unterschiedlichen Rollen besucht: als Gemeinderätin und als Kreisrätin. 

Zu ihrer Arbeit im Kreistag führte Schreyer-Stäblein aus: Früher habe es einen „Altenhilfeplan“ gegeben, heute spreche man von einem „Seniorenbedarfsplan“. Und genau um diesen Blickwinkel gehe es. Sie freue sich, dass es dem Haus gelingt, nicht nur auf Schwächen zu schauen, sondern auch darauf, wo die Stärken jedes Einzelnen liegen. Im Kreistag hätten sie bei Altenpflege nie diskutiert, ob sie fördern, sondern was sie fördern und welche Richtung. Dass alle drei Bürgermeister beim Festakt anwesend waren, wertete die Landtagsabgeordnete als „ein Zeichen der Wertschätzung für diese Einrichtung“.

Als Kreisrätin kenne sie ganz viele Häuser, sagte Schreyer-Stäblein und: „Sie haben hier schon eine Perle“. Natürlich gebe es auch betriebswirtschaftliche Faktoren, aber beim Arbeitsansatz sei schon ein Unterschied. Egal ob Putzkräfte, ob Leitung, ob Pflegekräfte, ob in der Küche, ob an der Rezeption oder in der Cafeteria: Sie habe hier immer Menschen gefunden, die mit viel Herz arbeiten. Und entscheidend sei, dass man als Mensch gesehen werde. Das habe sie im Haus immer erlebt.

Als Stimmkreisabgeordnete hat sie gemeinsam mit dem Landrat einen Brief gegen die Schließung der Schalterstunden im Stift am Parksee geschrieben. Die Antwort sei nur „mittel zufriedenstellend“, sie werde diesbezüglich noch telefonieren. Sie wisse zwar, dass man nicht alles vorhalten könne, hofft aber auf eine pragmatische Zwischenlösung. 

Ein Geschenk hatte Schreyer-Stäblein dann freilich doch noch im Gepäck: Sie ist in der Landtagsfraktion für den Bereich Pflege und Gesundheit zuständig, hat am Vortag des Festaktes einen Antrag im Plenum eingebracht, die Pflegedokumentation zu begrenzen – und konnte einen einstimmigen Landtagsbeschluss bewirken. Schreyer-Stäblein sagte: „Auch wenn so ein Beschluss nicht heißt, dass sich alles heute oder morgen ändert. Aber ich glaube schon, dass es ein Zeichen ist, wenn ein Landtag einstimmig sagt: Wir wollen hier ran und wir wollen hier etwas verändern.“ Ziel der Fraktionsvorsitzenden ist, dass gut ausgebildete Pflegekräfte mehr Zeit am Menschen verbringen können.  

Erster Bürgermeister von Unterhaching Wolfgang Panzer: „Wie ein Baum aus gutem Holz tiefe Wurzeln geschlagen hat, so ist auch das Wohnstift am Parksee in Unterhaching fest verankert“

Der erste Bürgermeister der Gemeinde Unterhaching Wolfgang Panzer wies in seinem Grußwort darauf hin, dass das KWA Stift am Parksee im gleichen Jahr eingeweiht wurde wie das neue Rathaus, gleich gegenüber. Rathaus und Wohnstift sind daher von der ersten Stunde an Nachbarn in der neuen Ortsmitte. „Manche Nachbarn muss man jahrelang ertragen. Manche aber lernt man sehr schätzen. Das KWA Wohnstift ist ein geschätzter Nachbar geworden.“

Panzer verwies auf die enge Bindung durch gemeinsame Aktivitäten: Die Unterhachinger Bürgerschaft in Gestalt der lokalen Agenda 21 veranstaltet regelmäßig ihre Vollversammlungen im Wohnstift, die Nachbarschaftshilfe ist ebenfalls im Stift untergebracht, die Musikschule Unterhaching nutzt den Festsaal für Konzerte. Panzers Resümee: „Damit bieten Sie nicht nur den Bewohnern Heimat, sondern leisten auch einen Beitrag zum gelebten Miteinander und zur kulturellen Vielfalt.“ Gerade beim sozialen Engagement und bei kulturellen Veranstaltungen habe sich das Wohnstift am Parksee und die ebenfalls in Unterhaching angesiedelte Hauptverwaltung von KWA Kuratorium Wohnen im Alter immer intensiv eingebracht. Damit sei KWA mitten in der Gemeinde angekommen. Umgekehrt habe die Gemeinde sich bemüht, die Ortsmitte attraktiv zu gestalten und in den letzten Jahren den Ortspark aufgewertet: mit neuen, seniorengerechten Bänken, neuen Stegen und einer neuen Fontäne im See.

Ein weiteres Bindeglied zwischen Kommune und Wohnstift ist für Panzer der Vorsitzende des Stiftsbeirats Berthold Ott: Dieser ist gleichzeitig stellvertretender Ratsvorsitzender der Bürgerstiftung „Lebenswertes Unterhaching“. Das Motto des Jubiläums „Aus gutem Holz“ nahm Panzer in seinem Schlusswort auf: „Wie ein Baum aus gutem Holz tiefe Wurzeln geschlagen hat, so ist auch das Wohnstift am Parksee in Unterhaching fest verankert.“ Er wünsche sich, dass dieser Baum noch viele Früchte trage, zum Wohle der älteren Generation. Mit der Übergabe einer Urkunde an Franke-Lechner überbrachte er den schriftlichen Glückwunsch der Gemeinde Unterhaching.


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