Zur Haupt-Navigation springen | Zum Inhalt springen

50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
Menue
Immer auf dem Laufenden

10 Jahre Unterhachinger LeseNacht

Von alten Fischen, der kalten Arktis und Gerhard Hauptmann – Literarisches in der KWA Cafeteria

Unterhaching, 3. Mai 2014. – Die Unterhachinger  Lesenacht feierte heuer ihr 10-jähriges Jubiläum. Dank einer treuen und jährlich wachsenden Fangemeinde hat sie sich als feste Größe im Unterhachinger Kulturkalender etabliert. Auch dieses Jahr haben die Zuhörer, trotz des ungemütlichen Wetters, wieder den Weg in die KWA Hauptverwaltung gefunden. Zum dritten Mal hatte die Cafeteria ihre Pforten geöffnet und sollte sich im Laufe des Abends immer mehr füllen. Sogar extra Stühle wurden herbeigeschafft, um den Ansturm zu bewältigen.

Drei Autoren – drei sehr unterschiedliche Bücher

Den Abend eröffnen durfte der Münchner Max Scharnigg, ausgebildeter Journalist, der unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Nido, Architectural Digest und Musikexpress schreibt. Diese literarische Vielseitigkeit zeigt sich auch in seinen Veröffentlichungen: Kolumnensammlungen, ein Reisebuch und inzwischen zwei Romane. Im Gepäck hatte Scharnigg seinen jüngsten Roman „Die vorläufige Chronik des Himmels über Pildau“. Nahezu märchenhaft stellt sich die Welt des sechsjährigen Jasper Honigbrod dar: Er lebt mit Vater und Großvater auf einem Einsiedlerhof, den Traditionen fühlt man sich dort verpflichtet. So muss ein uralter Fisch im Weiher, den seit Jahren niemand mehr zu Gesicht bekommen hat, regelmäßig gefüttert werden. Die schon unendlich lange Hofstange muss jährlich um einige Zentimeter verlängert werden. Jasper soll ein Tagebuch führen, obwohl er noch gar nicht schreiben kann. Und man muss sich auch noch um den Mangold, die Hauptnahrungsquelle, kümmern. In dieser skurrilen Einöde landet eines Tages das Waisenmädchen Lada – und die Dinge beginnen sich zu verändern…

„Durch frühen Morgennebel“ ist der Debütroman des aus Regensburg stammenden Autors Manuel Niedermeier, einem Stipendiaten der Bayerischen Akademie des Schreibens. Er nimmt den Leser mit aufs Meer, in die Nordostpassage. Dort, auf einem Expeditionsschiff, kreuzen sich die Wege seiner Protagonisten John, einem Walforscher, und  Clemens, einem Fotografen. Den Moment, als John ins kalte Meer fällt und ertrinkt, hält Clemens mit seiner Kamera fest – und fortan ist sein Leben aus der Bahn geworfen. Die Ereignisse, die zu dem Unglück geführt haben, werden rückblickend erzählt – auf eindringliche Weise, in einer bildgewaltigen Sprache.

Tilman Spengler, unter anderem bekannt aus der BR alpha Reihe „Klassiker der Weltliteratur“, hat einige seiner Vorträge literarisch überarbeitet und unter dem Titel „Haben Sie das wirklich alles im Kopf?“ veröffentlicht. Warum es nur zwei Kapitel über Autorinnen gibt, konnte er sich – und dem Publikum – nicht erklären, wurde  das Buch von Seiten des Verlags doch eigentlich von einer Chefredakteurin und drei weiteren Redakteurinnen betreut. Spengler erwies sich als geborener Unterhalter. Amüsante Erfahrungen aus dem Drehalltag wechselten sich ab mit Anekdoten über Begegnungen von Schriftstellern. Nach einem eher kritischen Kapitel über Gerhart Hauptmann („Sie merken schon, ich mag Gerhart Hauptmann nicht“) machte er im nächsten seine Wertschätzung für Heinrich Böll deutlich und entließ die Zuhörer gut gelaunt in die Nacht.

Fazit von KWA: Die LeseNacht war auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg – 2015 kann kommen!

Weitere Informationen finden Sie unter www.unterhachinger-lesenacht.de


« zurück
nach oben

© KWA

nach oben