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Talk in der Rosenau: Monique Würtz im Gespräch mit Ruth Bader

600 Jahre Konstanzer Konzil: Wenn ein Jahrhundertereignis seine Schatten wirft

Konstanz, 10 . Dezember 2013. Am 27. April 2014 soll es also los gehen in der Altstadt von Konstanz: mit einem ökumenischen Festgottesdienst im Münster und einem Festakt vor dem Konzilsgebäude; dem wird ein buntes Kaleidoskop vieler Veranstaltungen folgen, die sich bis ins Jahr 2018 hinziehen werden – genauso lang wie seinerzeit das Konzil in der Zeit von 1414 – 1418. „Die Menschen Europas sollen wieder nach Konstanz schauen, entdecken, dass Konstanz ein Bewusstsein seiner großen europäischen Geschichte bewahrt hat, aber auch    „Impulsgeber einer Europäischen Zukunft“ sein möchte, die in ihrem Kern sehr viel mehr ist“, so Ruth Bader später im Gespräch mit Monique Würtz, „als nur die Lösung komplexer Währungsprobleme oder das Herauspauken klammer Banken“.

Im Saal ist man sich einig: Die Konstanzer Stadtväter sind mutig gewesen, als sie sich gemeinsam mit vielen Partnern aus der Region und aus ganz Europa für einen so anspruchsvollen Veranstaltungs-Marathon entschieden haben, dessen Vorbereitung und Begleitung bis 2018 sie dieser jungen Event-Managerin übertragen haben.

Ein blonder Pferdeschwanz, eine modisch-dunkle Brille und ein schickes schwarzes Kleid – fröhlich lächelnd betritt Ruth Bader die Bühne, setzt sich Monique Würtz gegenüber und wirkt kein bisschen aufgeregt als sie sich das Mikrofon „schnappt“. Monique Würtz – ganz Profi – hat gleich „geschaltet“; bei dieser Gesprächspartnerin bedarf es keiner „rhetorischen Aufwärmphase“. Auf die Moderatorinnen-Frage: „Angst vor der Mammut-Aufgabe im Event-Büro Konzilstadt Konstanz?“ lacht Ruth Bader. Sich in der Öffentlichkeit zu bewegen, sei ihr aufgrund ihrer früheren Tätigkeit an einem deutschen Theater vertraut, im Übrigen komme ihr das Wissen ihres Geschichts- und Dramaturgie-Studiums jetzt in Konstanz sehr zustatten. Auch finde sie sehr viel Unterstützung seitens der Stadtverwaltung wie auch bei den vielen Unterstützern und Mitwirkenden des Projektes.

Für die mehr als 130 internen und externen Gäste im Saal wurden Veranstaltungsprogramme ausgelegt, nebst einer Reihe ergänzender Broschüren, die reißenden Absatz finden. Dann nimmt Ruth Bader ihre Zuhörer an die Hand und entführt sie zusammen mit der fast „schweigenden“ Monique Würtz in die Welt um 1414, in die Zeit des Konzils, die Zeit des Königs Sigismund, die Zeit der ersten und einzigen Papstwahl auf deutschem Boden, eine Zeit gleich zweier Reichstage und eine Zeit, in der die Kirche ihre Schwierigkeiten bewies, mit Reformansätzen souverän umzugehen, eine Zeit, in der die kleine Stadt Konstanz mit ihren rund 7 000 Einwohnern das logistische Kunststück schaffte, zeitweise bis zu 70 000 Gäste und Konzils-Mitwirkende in ihren Mauern zu beherbergen, wo Entscheidungen von Weltgeltung getroffen wurden; eine Zeit, in der eine kleine Stadt wahre europäische Größe bewies, aber auch für tragische Ereignisse steht, die sich tief in das kollektive Erinnern Europas eingegraben haben. 

Hier will Konstanz mit allen an den Jubiläumsfeierlichkeiten Beteiligten anknüpfen, Impulse setzen für ein modernes, erstrebenswertes Europa. Fast ist man an ein berühmtes tragisches Zitat erinnert, aber diesmal in einem fröhlichen Kontext: „Ihr Menschen Europas – feiert mit in dieser Stadt!“ 

Gastbeitrag von Giselher Sommer


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