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50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
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Auch wenn es schon lange her ist …

KWA Forum mit Prof. Dr. Hartmut Radebold im KWA Stift Rupertihof in Rottach-Egern zum Umgang mit lange verdrängten Kriegserlebnissen, die noch im späten Alter auffällige Reaktionen hervorrufen können.

Rottach-Egern, 11. September 2013. Manche Menschen neigen dazu, Schlimmes zu verdrängen und zu verschweigen. Das hat unter Umständen gravierende Folgen. Genau darüber diskutierte Prof. Dr. Hartmut Radebold, Arzt für Psychiatrie, Neurologie, Psychoanalyse und Psychotherapeutische Medizin, im KWA Stift Rupertihof mit Fachpublikum aus den Bereichen Betreuung und Begleitung von Senioren verschiedener Institutionen im Landkreis Miesbach.

Traumatische Erlebnisse wirken lange nach


Radebold, eine Koryphäe in der Altersforschung, schilderte die Ereignisse während der beiden Weltkriege, die die heutigen Bewohner der Wohnstifte als Kinder oder Beteiligte erleben mussten: Angst um den Vater oder Ehemann, Verwundung und Gefangenschaft, Verlust von Heimat, Bombenangriffe. Die psychischen Folgen, die diese traumatischen Erlebnisse noch heute bei Senioren hervorrufen können, sind vielfältigster Natur. Ängste und Depressionen zählen dazu.

Der Altersforscher legte deshalb seinen Zuhörern ans Herz, bei der Arbeit mit Menschen dieser Generation die Biografie jedes Einzelnen stets zu berücksichtigen. Das Fachwissen und die Praxisnähe von Prof. Dr. Hartmut Radebold begeisterte alle Teilnehmer. Am Ende waren sich die Besucher des KWA Forums im Rupertihof einig: Die Thematik hat in ihrer täglichen Arbeit eine hohe Relevanz. 


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