Zur Haupt-Navigation springen | Zum Inhalt springen

50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
Menue
Immer auf dem Laufenden

Bienvenido bei KWA

KWA wirbt Pflegefachkräfte aus Spanien an

Unterhaching, 02.09.2013.  Die Lage ist prekär: Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht auf den akuten Personalnotstand in der Altenpflegebranche hingewiesen wird. Bereits jetzt fehlen bundesweit über 30.000 Pflegefachkräfte –  und die Zahl wird angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland weiter steigen. „Um auch in Zukunft die Pflege und Begleitung der Senioren in unseren Wohnstiften zu gewährleisten, werden wir ohne Mitarbeiter aus anderen Ländern nicht mehr auskommen“, erklärt der KWA Vorstand. 

Nachdem KWA im vergangenen Jahr in Kooperation mit Dr. Axel Klopprogge von der internationalen Personalberatungsgesellschaft „Strategy for People“ ein Konzept zur Personalgewinnung und Integration ausländischer Pflegefachkräfte entwickelt hat, freut man sich, nun die ersten Mitarbeiter aus Spanien bei KWA begrüßen zu dürfen. 

Start mit spanischen Mitarbeitern in München, Ottobrunn und Rottach-Egern

Am 1. Juni 2013 haben die ersten fünf spanischen Mitarbeiter ihre Stellen im KWA Georg-Brauchle-Haus in München (zwei Mitarbeiter), in den Ottobrunner Einrichtungen KWA Stift Brunneck und KWA Hanns-Seidel-Haus und dem KWA Stift Rupertihof in Rottach-Egern angetreten. Mitte August sind weitere fünf Mitarbeiter hinzugekommen: drei sind im KWA Luise-Kiesselbach-Haus in München beschäftigt, je einer im KWA Hans-Seidel-Haus und KWA Georg-Brauchle-Haus. 

Für alle zehn „Spanier“ (acht Frauen und zwei Männer) gilt es nun, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern, denn sie werden in Deutschland nur dann als Pflegefachkraft anerkannt, wenn sie nach einem halben Jahr Aufenthalt hier die sogenannte B2-Sprachprüfung erfolgreich ablegen. Das heißt: In den ersten sechs Monaten arbeiten die Mitarbeiter nur zu 50 Prozent in den Häusern, in der restlichen Zeit besuchen sie eine Sprachenschule, mit dem Ziel, die sehr anspruchsvolle B2-Prüfung abzulegen. Das Paradoxe daran: Wird die Prüfung nicht bestanden, werden die ausländischen Mitarbeiter nicht als Pflegefachkraft in Deutschland anerkannt.

KWA Personalleiter Bruno Binner bittet um Vertrauen und Unterstützung

„Damit sie sich gut bei uns einleben und auch die sprachlichen Hürden möglichst schnell überwinden, ist es wichtig, Vertrauen zu schaffen und sie zu unterstützen“, sagt Bruno Binner, Leiter Personalmanagement bei KWA. „Wir möchten uns daher an dieser Stelle ganz herzlich für die gute Aufnahme sowohl bei unseren Mitarbeitern als auch den Bewohnern bedanken. Sie alle tun ihr Bestes, um den spanischen Pflegekräften die Integration zu erleichtern“, weiß Binner. 

Wenngleich der bürokratische Aufwand im Hinblick auf die Gewinnung von Mitarbeitern aus dem Ausland hoch sei – auch für die Einrichtungen selbst –, die sich um die Anerkennung als Fachkraft bei der Regierung kümmern und bei vielen Behördengängen unterstützend zur Seite stehen, müsse man als Unternehmen hier auch künftig investieren, um den Fachkräftemangel in den Griff zu bekommen, so die Überzeugung des KWA Vorstands.


« zurück
nach oben

© KWA

nach oben