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Talk in der Rosenau: mit Bruno Epple und Prof. Bernd Konrad

Diesmal zu Gast bei Monique Würtz: ein Maler-Dichter und ein Jazz-Saxophonist

Konstanz, den 26.03.2013. Allmählich bekommt die Gesprächsreihe „Talk in der Rosenau“ Kultstatus in der Stadt. Tolle Gäste, die die Veranstaltungsreihe bis in die Schweiz bekannt gemacht haben. Viele kommen immer wieder, man beginnt sich zu kennen, freut sich auf Monique Würtz und ihre Gesprächspartner. Und auf das Gläschen Wein im Anschluss an die Veranstaltung, mit alten und neuen Bekannten.

Auch diesmal war der Saal wieder voll besetzt. Monique Würtz hatte den „Maler-Poeten“ Bruno Epple zu Gast, mit dem sie über sein Leben und seine Kunst sprach. Zur Malerei hat Bruno Epple schon als Kind gefunden, und obwohl er nie eine malerische Ausbildung erhielt, sind seine Bilder bei Liebhabern und Sammlern mittlerweile in der ganzen Welt zu finden. Der frühere Lehrer für Deutsch, Französisch und Geschichte weiß, wie man Menschen mit Sprache und Farbe erreicht. In die Plauderei mit Monique Würtz streut er immer wieder kleinere Geschichten aus sein neues Buch „Erntedank“. Es erinnert an ein Farbenspiel, wenn er spricht, wenn er betont, wenn er Pause macht. Ein besonderer Höhepunkt seines Spielens mit der Sprache ist sein Übergang in den heimatlichen Dialekt, als er sein Gedicht „Im Hibbeleversteck“ vorliest und dabei verschmitzt lächelt. Jetzt wird er in seiner eigenen Erinnerung wieder der kleine Bub, der so gerne Himbeeren aus dem nahen Wald nascht.

Aber die Organisatoren des Abends hatten noch eine Überraschung parat: Auch Bruno Epple war nicht eingeweiht, als sich plötzlich aus dem verdunkelten Hintergrund des Saals eine Gestalt löste und mit knackenden, quietschenden, klopfenden, jaulenden Tönen in Richtung Bühne bewegte: Bernd Konrad mit seinem Saxophon, Jazzmusiker, Musikdozent und Komponist, einer der ganz Großen der europäischen Jazz-Szene, war gekommen. Die Gäste im Saal waren überrascht (ob der ungewöhnlichen Klänge aus einem Saxophon) und auch der Stargast des Abends war kurz aus der Fassung geraten, als er so unerwartet vor seinem prominenten Freund und ehemaligen Schüler aus Gymnasialzeiten stand.

De Gäste staunten nicht schlecht über das „Gespann“ Professor und Schüler, als beide sich anschickten, dem Publikum ein kleines Schauspiel vorzuführen. Bruno Epple rief seiem Freund lautmalende Worte zu, wie: Brummen, Zischen, Schnaufen, Fauchen, Schreien, Klopfen... und in der Hand des Jazzers wurde das Saxophon zum Pinsel, der nach der „Pfeife des Dichters“ mit Tönen zu „tanzen“ begann. Großer Spaß auf der Bühne und beim Publikum.

Der dritte Höhepunkt war – wie könnte es auch anders sein – der Ausklang des Abends mit geselligem Beisammensein und mit mancher Verabredung zum nächsten Talk in der Rosenau.


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