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Technische Innovationen für den Pflegealltag

KWA und TU München schließen Kooperationsvertrag zur Erforschung von Geräten und Verfahren für die Unterstützung von Senioren und Pflegekräften

München, 01.03.2012. Forschung findet ausschließlich im Labor statt, dort sitzen die Forscher und tüfteln – so die langläufige Meinung vieler. Und oftmals trifft das auch zu. Nicht aber für das gemeinsame Projekt von KWA Kuratorium Wohnen im Alter (KWA) und dem Lehrstuhl für Mikrotechnik und Medizingerätetechnik (MiMed) der Technischen Universität München (TUM). Beide Institutionen haben jetzt eine langfristige Kooperation zur Erforschung und Entwicklung von Geräten bzw. Verfahren unterstützender Technik für die Pflege geschlossen: „Ingenieurwissenschaftliche Grundlagen für Begleitung und Pflege – Embedded Research for Human Ageing“, so der Titel. Durchgeführt werden die Forschungsarbeiten im KWA Luise-Kiesselbach-Haus in München. Das heißt konkret, die beteiligten Wissenschaftler der TUM führen ihre Forschungsarbeit zusammen mit Studenten im Pflegestift durch, begleiten die Mitarbeiter bei unterschiedlichen Tätigkeiten, führen Gespräche mit allen Beteiligten – vom Bewohner bis zum Therapeuten. „Diese Forschung vor Ort ermöglicht eine differenziertere Sichtweise eines bestimmten Problems und damit auch unterschiedliche Lösungsansätze“, erklärt Prof. Dr. Tim C. Lueth, Ordinarius des Lehrstuhls MiMed und Leiter des Projekts. 

Auch wenn einige der Mitarbeiter des Luise-Kiesselbach-Haus anfangs Sorge gehabt hätten, die technischen Innovationen könnten sie am Ende ersetzen, so sei die Akzeptanz doch inzwischen da, erklärt Stiftsdirektor Michael Pfitzer. „Wir wollen sie ja nicht wegrationalisieren, sondern ihnen mittels technischer Hilfen mehr Freiräume und eine Arbeitserleichterung schaffen, um sich künftig noch besser um die Bewohner kümmern zu können.“ Die Aufgeschlossenheit und aktive Mitarbeit der Pflegekräfte bestätigt auch Dr.-Ing. Lorenzo D’Angelo, der die Forschungsarbeit im Haus durchführt. 

Hocherfreut über die Kooperation mit der TU München zeigt sich KWA Vorstand Dr. Stefan Arend: „Mit Prof. Dr. Tim Lueth und seinem Team haben wir sehr kompetente Partner gefunden, die in der Lage sind, echte Innovationen zu entwickeln. Denn in einer Gesellschaft des langen Lebens werden wir in Zukunft auch im Pflegesektor nicht mehr ohne technische Hilfsmittel auskommen.“ Als erste geplante Projekte deutet Arend ein Messsystem zur Feststellung von Alltagsaktivitäten an, das zum Wohle der Bewohner auf mögliche Risiken hinweisen kann. Zudem wird man sich mit dem Thema Mobilität befassen. „Vielleicht stoßen wir ja so gemeinsam auf völlig neue Ideen für mehr Lebensqualität und Teilhabemöglichkeit“, hoffen Arend und Lueth. 


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