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50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
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45 Jahre KWA – eine Erfolgsgeschichte

Festakt mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm im KWA Georg-Brauchle-Haus

Unterhaching, 11.10.2011. Es muss nicht immer ein runder Geburtstag sein, wenn das Geburtstagskind zu einem großen Fest einlädt. Auch 45 Jahre sind Anlass genug, mit zahlreichen Gästen zu feiern und einen Rückblick auf die erfolgreiche Unternehmensgeschichte zu werfen, dachte man sich bei KWA Kuratorium Wohnen im Alter (KWA) – und lud zur großen Jubiläumsfeier in das älteste Wohnstift, das KWA Georg-Brauchle-Haus in München, ein. Auch Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags, ist der Einladung gerne gefolgt. In ihrer Festansprache erinnerte sie daran, dass Seniorenwohnstifte vor 45 Jahren eine absolut exotische Wohnform waren und die Gründer geradezu hellseherische Fähigkeiten gehabt haben mussten. Denn die Wohnstifte unterschieden sich schon damals komplett von den herkömmlichen Altenheimen, indem sie als Orte der Begegnung und des Miteinanders konzipiert waren. „Wohnen ist mehr als nur eine Adresse“, sagte Stamm. „Wohnen hat etwas mit Gewohnheit, Geborgenheit und Schutz zu tun. In meinem Zuhause muss ich mich wohlfühlen und glücklich sein.“ Dass KWA die ursprünglichen Ziele erfolgreich umgesetzt habe, zeige sich u.a. in der Vielfalt der Einrichtungen und der großen Palette der Angebote, die von der Gesundheitsfürsorge bis hin zu zahlreichen Freizeitveranstaltungen reichten. „Schon das Leitmotiv von KWA –,Leben – so wie ich es will’ – macht unmissverständlich klar: Hier steht der Mensch im Mittelpunkt“, so die Landtagspräsidentin. Das alles sei aber nicht ohne qualifizierte und zufriedene Mitarbeiter umsetzbar. Um den Fachkräftemangel zu bewältigen, spiele neben günstigeren Arbeitsbedingungen und entsprechender Bezahlung die gesellschaftliche Anerkennung eine entscheidende Rolle.

Dass die Mitarbeiter eine wichtige Ressource sind, darauf wies auch der zweite Festredner, Prof. Dr. Thomas Klie von der Hochschule in Freiburg hin. „Pflege hat einen dienenden Charakter, damit sich das Leben auch am Ende entfalten kann“, betonte der Jurist und Gerontologe. Er gratulierte dem „Geburtstagskind“, dass es immer wieder neue Wege für sich erschließe, sich an wichtigen gerontologischen Diskussionen beteilige und neue Bilder vom Alter geprägt habe. Bei Themen wie Wohnen im Alter, Dienstleistungen und Verbraucherschutz habe KWA neue Standards gesetzt und sich damit eine Vertrauenswürdigkeit bei seinen Kunden erarbeitet – „das wesentlichste Kapital eines Unternehmens“. „Vertrauen verpflichtet. Und so muss sich auch KWA in Zeiten des Wandels immer wieder neu positionieren. Nicht nur die Lebenserwartung nimmt zu, sondern auch die Ansprüche der älteren Menschen und die Zahl der Menschen mit Demenz steigen ebenfalls stetig an – alles Themen, die Herausforderungen, aber auch Chancen bedeuten“, so Klie. Als Perspektiven für KWA nannte er die Weiterentwicklung in vier Richtungen: kulturelle Lebendigkeit („Das macht den Ruf einer Einrichtung aus, nicht die Pflegenoten!“), Ort des mitverantwortlichen Lebens, Nachhaltigkeit und würdevoller Umgang mit Vulnerabilität.

„KWA hat sich in 45 Jahren entwickelt, ist größer und vielleicht auch erwachsener geworden – ohne die jugendliche Neugier zu verlieren“, formulierte es KWA Vorstand Dr. Stefan Arend. „Mittlerweile gibt es KWA Einrichtungen an 19 Standorten in Deutschland, gut 3.000 Menschen leben bei uns, über 2.000 Menschen wirken für uns. Die Herausforderungen in den Anfangsjahren waren nicht zu knapp. Das ist auch heute noch so, allerdings haben sich die Aufgaben verlagert“, erklärte Arend. Dabei gebe es drei elementare Fragen: Welche Ressourcen kann und will die Gesellschaft zur Bewältigung der Herausforderungen durch den demografischen Wandel bereitstellen? Einfach gefragt: Wie viel ist uns Alter, Gesundheit und Pflege wert? Wie lösen wir den jetzt schon schmerzlich spürbaren Mangel an Mitarbeitern und Fachkräften? Welche (neue) Rolle müssen künftig die älteren Menschen übernehmen, damit unser Leben in Gemeinschaft gelingt?

„Aber bei all’ den heutigen Themen zählen immer noch die Erfahrungen unserer älteren Generation. Was wären wir ohne sie, ohne die weisen Frauen und Männer? Und darum freuen wir uns bei KWA auch ganz besonders darüber, dass Hermann Beckmann, unser Gründervater, immer noch in das KWA Geschehen involviert ist und uns mit Rat und Tat zur Seite steht“, betonte Arend.

„Hermann Beckmann hat die Geschicke des Unternehmens nicht nur viele Jahre gelenkt, sondern auch mit Leben erfüllt“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Uwe Freiherr von Saalfeld in seiner Begrüßungsrede. „Hermann Beckmann hat viele Jahre dafür gesorgt, dass die Leitsätze von damals wie ,Wohnen – nicht untergebracht sein’ und ,Pflegen –nicht abschieben’ im Laufe der Jahre ausgefüllt wurden. Leitsätze wie diese sind ein deutliches Zeichen für einen würdevollen Umgang mit den Menschen.“

Die Perspektiven des „Produkts Wohnstift“ erläuterte KWA Vorstand Horst Schmieder. Das klassische Wohnstift sei auf Dauer sicher nicht zu realisieren. Die Konkurrenz sei die eigene Wohnung und damit das Einzugsalter von 65 auf heute 85 Jahre gestiegen. „Deshalb müssen wir mehr bieten, als die Senioren zu Hause bekommen. KWA ist es immer gelungen, auf alle Veränderungen zu reagieren. Wenn man bedenkt, dass bei der Gründung das Wohnstift ein absolutes Novum war und die Menschen erst einmal davon überzeugt werden mussten, dann wird klar: 45 Jahre KWA, das ist nicht nur eine Erfolgsgeschichte, sondern auch eine Geschichte des Wandels“, sagte Schmieder.

Und wie das bei jeder Geburtstagsfeier so ist, gab es neben den Ansprachen natürlich auch den unterhaltsamen Teil: Als musikalischer Gast spielte Donovan Aston die bekanntesten Songs von Elton John und für das leibliche Wohl sorgte das Küchen- und Serviceteam des Georg-Brauchle-Haus.


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