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Reiseberichte

„Ich habe immer das Ohr am Kunden“

Angebote für Seniorenreisen gibt es inzwischen viele – doch kaum eines, das mit KWA Reisen vergleichbar ist. Warum das so ist, das erfahren Sie in unserem Gespräch mit Margret Rosenmüller, der verantwortlichen Reiseleiterin. Sie sorgt seit 13 Jahren mit ihrer positiven und offenen Art dafür, dass sich alle Reisenden wohlfühlen. Wir sprachen mit ihr über besondere Erlebnisse, über das, was KWA Reisen ausmacht, und vieles mehr.

KWA Reisen und Ihr Name werden grundsätzlich in einem Atemzug genannt. Wie lange sind Sie schon als Reiseleiterin dabei?

Vom ersten Tag an. Das war im Frühjahr 1998, unser Reiseziel war Mallorca.

Wie ist eigentlich die Idee zu KWA Reisen entstanden?

Ich hatte damals schon zusammen mit dem Stiftsdirektor des KWA Stift Rupertihof einige Reisen mit den Bewohnern des Rupertihof unternommen, in dem ich 18 Jahre tätig war. Aus dieser Zeit stammen auch meine Reiseerfahrungen mit Senioren. Ich habe dann im Nachhinein für das KWA Journal Berichte über unsere Reisen geschrieben. Bis eines Tages immer häufiger Bewohner aus den anderen Wohnstiften bei KWA nachfragten: „Warum machen wir nicht auch so schöne Reisen?“ – Die Idee zu KWA Reisen war geboren und bald beschlossene Sache.

Was ist das Besondere an KWA Reisen?

Bei uns müssen sich die Reisenden um nichts kümmern! Wir besorgen alle Fahrtickets, Opern- und Festspielkarten und organisieren auch die einzelnen Transfers. Allein die Organisation des Zusammenspiels von Bus, Hausbus, Zug und/oder Flugzeug ist schwierig und zeitaufwendig. Denn wir achten sehr darauf, dass alle ungefähr zur gleichen Zeit am Urlaubsort eintreffen. Aber dank der tollen Unterstützung der einzelnen Häuser klappt das sehr gut.  Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich herzlich bei all den guten Geistern bedanken. Wir holen die Koffer der Bewohner aus ihrem Apartment ab, und am Urlaubsort bekommen sie sie wieder ins Zimmer gestellt.

Wie gehen Sie bei der Planung einer Reise vor?

Ich habe immer das Ohr am Kunden. Schon auf der ersten Reise im Jahr frage ich: „Wo wollen wir denn nächstes Jahr hinfahren?“ Dann werden Wünsche laut, die ich berücksichtige. Ich plane und organisiere alles bis ins kleinste Detail, schaue mir das Hotel (immer 4–5 Sterne) an – ganz wichtig ist die Lage – und prüfe vorher die Reiseleiter vor Ort. Der hohe Anspruch unseres Klientels soll auf jeden Fall erfüllt werden.

Kann jeder bei KWA eine Reise buchen?

Die Reisen können von allen Bewohnern, Vorvertragspartnern und KWA Clubmitgliedern gebucht werden.

Haben Sie ein ganz besonderes Erlebnis in Erinnerung?

Ja. Wir waren mit dem Bus auf der Rückfahrt von Zermatt nach München. An diesem Tag feierte eine Dame 80. Geburtstag. Wie immer hatten wir eine Brotzeit vorbereitet. Bei strahlendem Wetter suchten wir einen besonders schönen Rastplatz aus. Als wir gerade die Tische deckten, hielt ein weiterer Bus, aus dem eine Gruppe junger Männer in bayrischer Tracht ausstieg: Musikanten. Ich bin sofort hingegangen und habe gesagt: „Passt auf. Ich bin mit all euren Großmüttern unterwegs, eine davon wird heute 80. Und die liebt Bayern und bayrische Musik über alles. Könntet ihr nicht ein kleines Konzert geben?“ Sie haben spontan tan zugesagt und die Jubilarin war überglücklich. Und auch die Musikanten hatten viel Freude bei ihrem Konzert – an der Autobahn.

Gab es auch mal eine richtige Panne?

Ja. Wir waren auf Sizilien. Am Tag des Rückflugs brach der Kosovo-Krieg aus und der Luftraum über Italien wurde gesperrt. Aber wir haben es dann doch noch geschafft, mit den letzten Maschinen zurückzufliegen. Auch ein Streik der Lufthansa traf uns. Doch während die Reisegruppe bei Führungen war, habe ich telefonisch unsere Flüge umgebucht – und alle konnten am Abend nach Hause zurückfliegen – doch ich hatte heiße Ohren vom Handy. Davon gab es hinterher lustige Fotos, auf all denen ich hinter irgendwelchen Säulen stand und telefonierte.

Welche Reiseziele stehen demnächst auf dem Programm?

Seit sechs Jahren haben wir ein neues Konzept, das sehr gut ankommt. Es gibt 5-tägige Aktiv-Städtereisen, 10-tägige Reisen, die etwas gemütlicher gestaltet sind und 7-tägige Schiffsreisen. Ich komme gerade von einer Reise nach Baden bei Wien zurück. Im Oktober machen wir eine Kreuzfahrt mit dem „Traumschiff“ von Griechenland über Ägypten und Israel nach Zypern. Für 2012 stehen die Reiseziele auch schon fest: Unter anderem sind eine Festspielreise nach Weimar, eine Flusskreuzfahrt von Basel nach Amsterdam sowie eine Städtereise nach Budapest geplant.

Wie ist die Resonanz der Reiseteilnehmer?

Durchweg positiv. Viele reisen schon seit Jahren mit und werben selbst immer wieder neue Mitreisende. Alle genießen es, rundum versorgt und nie allein zu sein, egal was passiert. Wenn ich einmal aufhöre, dann werde ich vielleicht auch mal eine Reise buchen und mich verwöhnen lassen.

Angela Müller

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